Prozess: Babysitter vergewaltigte Vierjährige

BONN - Ein Babysitter soll jahrelang ein ihm von den Eltern anvertrautes Mädchen sexuell missbraucht und auch vergewaltigt haben. Wegen Kindesmissbrauchs in 19 Fällen, darunter zehn schweren Fällen, muss sich der 28-Jährige seit Dienstag vor dem Bonner Landgericht verantworten.

Hauptopfer ist ein Mädchen, das beim ersten Übergriff im Juni 2008 noch vier Jahre alt gewesen war, wie der Angeklagte im Prozess erstmals gestand. Damals hatte das Kind seinen Eltern von dem Vorfall erzählt und wurde auch in einer Klinik untersucht. Die Eltern jedoch glaubten letztlich dem Angeklagten, einem ehemaligen Klassenkameraden der Mutter, der die Vorwürfe bestritten hatte.

Im Sommer 2009 setzte der Arbeitslose aus Bornheim bei Bonn den Missbrauch regelmäßig fort, immer wenn das Mädchen mit ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder das Wochenende bei ihm verbrachte. Dabei achtete der Angeklagte stets darauf, dass der kleine Bruder tief schlief. Im Dezember 2012, da war das Mädchen neun Jahre alt, vertraute es sich während eines Aufklärungsunterrichts in der Schule einer Lehrerin an. Das Jugendamt wurde umgehend informiert.

Bei den Ermittlungen wurden zwei weitere Opfer entdeckt. Es sind zwei Schwestern, die elf und sieben Jahre alt waren, und im Haus des Angeklagten aus und eingingen, weil sie dort ihre Großeltern besuchten. Wegen Wiederholungsgefahr sitzt der nicht vorbestrafte Angeklagte seit dem vergangenen Juni in Untersuchungshaft.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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