Böll-Nachlass: Aus eingestürztem Stadtarchiv geborgen

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Der Nachlass des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll ist zu einem großen Teil aus den Trümmern des 2009 eingestürzten Kölner Stadtarchivs gerettet worden.

Köln - Der Nachlass des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll ist zu einem großen Teil aus den Trümmern des 2009 eingestürzten Kölner Stadtarchivs gerettet worden.

"Die meisten Unterlagen konnten aus den Trümmern glücklicherweise geborgen werden - wenn auch beschädigt, beschmutzt und völlig durcheinander", sagte Max Plassmann vom Historischen Archiv der Stadt Köln in einem WDR-Interview.

Der Archivar erklärte, dass es natürlich auch "Totalverluste" gegeben habe. Bölls Nachlass umfasste laut Plassmann vor dem Einsturz "200 Regalmeter". Die 1300 geborgenen Einzelobjekte, "wie Manuskripte, Briefe und Fotos", seien nach der Bergung nun auf 170 Kisten verteilt. "Wenn sich jemand bei uns meldet und sagt, dass er ein bestimmtes Schriftstück für die Forschung benötigt, fangen wir an, dieses Dokument gezielt zu restaurieren", erklärte Plassmann.

Heinrich Böll wäre am 21. Dezember 100 Jahre alt geworden.

 

Heinrich Böll wäre am 21. Dezember 100 Jahre alt geworden, der Geburtstag des 1985 verstorbenen Literatur-Nobelpreisträgers aus Köln ist vielerorts Anlass zum Gedenken. Das Kölner Stadtarchiv stürzte am 3. März 2009 ein, zwei Menschen kamen damals ums Leben. Noch immer wird nach den Ursachen des Einsturzes geforscht und gestritten. - dpa/lnw

Quelle: wa.de

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