Im Dezember setzt sich milder Herbst fort

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Im Skiort Winterberg im Sauerland tragen viele Wiesen grün: Für Kunstschnee ist es nicht nicht kalt genug. Aber morgen soll es schneien.

ESSEN - Geranien blühen, Vögel zwitschern: Die lauen Temperaturen bringen zum Jahresende Frühlingsgefühle. „Der Dezember wird die milden Herbstmonate fortsetzen“, sagte am Dienstag Cornelia Urban, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst.

In Essen sei der Weihnachtsmonat nach vorläufiger Bilanz im Schnitt bis zu 2,2 Grad zu warm gewesen. Und es fiel viel mehr Regen als sonst. Um etwa 130 Prozent überstieg die Niederschlagsmenge die üblichen Werte.

Immerhin: Rehe, Hirsche und Wildschweine müssen nicht gefüttert werden. „Es ist keine Notzeit im Wald“, meint Franz Püttmann, Förster beim Landesbetrieb Wald und Holz in NRW. „Das tut den Tieren gut“.

Bereits der Herbst war nach Angaben des Wetterdienstes in Nordrhein-Westfalen viel zu warm. Im September, Oktober und November lag in diesem Jahr die Durchschnittstemperatur bei 10,9 Grad, das waren 1,3 Grad mehr als im Schnitt der vergangenen 30 Jahre. Der Herbst war auch zu trocken. Der November etwa wurde seinem Ruf als Regenmonat überhaupt nicht gerecht: Die Niederschläge halbierten sich fast - statt 213 Liter pro Quadratmeter fielen nur 116 Liter.

Nach dem milden Herbst blühen vielerorts noch die Blumen: Auf dem Balkon wachsen Löwenmäulchen aus dem Sommer weiter, Geranien tragen Blüten, Hortensien bilden Knospen und sogar die Frühlingsboten Forsythien zeigen sich. Rotkehlchen und Meisen singen laut und fliegen umher.

Auf den Feldern der Bauern ist es derzeit still. Vereinzelt lägen noch Zuckerrüben auf dem Feld, berichtet Bernhard Rüb, der Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW, „aber die Ernte war super“. Die Bauern fuhren Rekorderträge ein. Die milden Temperaturen seien nicht normal, aber auch nicht ungewöhnlich. „Auf jeden Fall hat es genug geregnet.“ - dpa

Quelle: wa.de

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