Bis zu 320.000 Autos und Lkw auf A3 fälschlicherweise geblitzt

Blitzer-Posse im Dreieck Heumar: Stadt Köln hat mit Rückzahlung begonnen

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Diese Blitzanlage im Heumarer Dreieck blitze bis zu 320.000 Verkehrsteilnehmer zu Unrecht.

Köln - Nach der Blitzer-Posse von Köln hat die Stadt begonnen, Autofahrern die zu Unrecht verhängten Bußgelder zu erstatten.

"Ungefähr 250 Antragsteller haben ihr Geld bisher zurückbekommen", sagte eine Stadt-Sprecherin am Mittwoch. Nun sollten täglich etwa 200 Überweisungen veranlasst werden. "Wenn sich das Verfahren etwas eingespielt hat, können wir die Schlagzahl erhöhen."

Im vergangenen Jahr waren auf der A3 Hunderttausende Auto- und Lastwagenfahrer im Zeitraum vom 29. Februar bis 15. Dezember fälschlicherweise geblitzt, mit Verwarnungs- und Bußgeldern bis 250 Euro belegt worden. Ursache war ein nicht richtig ausgeschildertes Tempolimit im Dreieck Heumar.

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Der Kölner Stadtrat hatte daraufhin einem "freiwilligen Ausgleichsprogramm" für die betroffenen Fahrer zugestimmt. Nach Angaben der Stadt haben bis zu 320.000 Fahrer Anspruch auf Rückerstattung - sie müssen dies aber mittels eines Online-Formulars bis zum 30. Juni 2017 beantragen. 

Insgesamt habe die Stadt rund 11,7 Millionen Euro zu Unrecht einkassiert. Wer mit einem Fahrverbot oder Punkten belegt wurde, muss sich mit einem Gnadengesuch an die Bezirksregierung wenden. Dorthin habe die Stadt knapp 3600 Anträge weitergeleitet. - dpa

Quelle: wa.de

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