Ermittlungen

Vergewaltigungsvorwürfe gegen verstorbenen Arzt: Weitere Details bekannt

Eine Zelle in einem Gefängnistrakt.
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In seiner Zelle wurde der ehemalige Arzt, der mehrere Patientinnen vergewaltigt haben soll, tot aufgefunden.

Der Arzt, der in Bielefeld mehrere Frauen im Krankenhaus vergewaltigt hat und sich das Leben nahm, hat den Geschlechtsverkehr wohl unverhütet durchgeführt. Nun soll eine Anzeige gegen das Evangelische Klinikum Bethel eingegangen sein.

Update: 16 Uhr. Ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Leitung des Krankenhauses in Bielefeld. Die Frau (36) habe den Oberarzt des Evangelischen Klinikums Bethel wegen Beihilfe durch Unterlassen angezeigt, berichtet das Westfalen-Blatt. Nach eigenen Angaben soll sie von dem Mediziner „abgewimmelt“ worden sein, nachdem sie ihm von dem Missbrauch und dem Narkosemittel erzählt hatte. Der Arzt habe ihr nicht geglaubt und stattdessen behauptet ihr Kreislauf sei möglicherweise wegen falsch temperierter Kochsalzlösung zusammengebrochen. Die Ermittlungen gehen weiter.

Bielefeld (NRW): Vergewaltigungen ohne Kondom durchgeführt?

Update: 1. Oktober, 13.42 Uhr. Der frühere Neurologe des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld, der sich an mehreren weiblichen Patienten sexuell vergangen haben soll, könnte noch mehr Frauen vergewaltigt haben, als bisher befürchtet. Weitere mutmaßliche Opfer sollen sich laut Medienberichten bei den Ermittlern gemeldet haben.

Der 32-Jährige soll den Geschlechtsverkehr mit den betäubten Frauen teilweise sogar ohne Kondom vollzogen haben, berichtete Radio Gütersloh am Mittwoch (30. September). Einige der sichergestellten Videos sollen dies belegen. Wie bereits berichtet, hatte sich der frühere Arzt das Leben genommen. Seine Leiche soll nun auf Geschlechtskrankheiten wie HIV untersucht werden.

Bielefeld (NRW): Frauen im Krankenhaus vergewaltigt: Arzt begeht Suizid

Update: 24. September. Einem ehemaligen Arzt des Evangelischen Klinikum Bethel wurde zur Last gelegt, mehrere seiner Patientinnen zunächst betäubt und danach vergewaltigt zu haben. Die Taten in Bielefeld soll der Mann zudem auf Video festgehalten haben.

Der 32-Jährige saß in Bielefeld in Untersuchungshaft und wartete dort auf das Ende der Ermittlungen. Wie das Westfalen-Blatt nun berichtet, hat sich der Mann in seiner Zelle wohl das Leben genommen. Der ehemalige Neurologe soll in seiner Zelle, das sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie in einem Infektionsschutzbereich der JVA befunden hat, tot aufgefunden worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat nun ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren aufgenommen, bei dem eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden soll. Es wird zudem vermutet, dass es noch mehr Opfer des ehemaligen Assistenzarztes des Klinikums Bethel gibt. Bis zu seinem Tod war der Mann verdächtigt, im Juli und September 2019 zwei Frauen vergewaltigt zu haben. Erst am Montag (21. September) war der 32-Jährige festgenommen worden.

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

Bielefeld: Polizei befürchtet weitere Opfer

Update: 23. September, 12.25 Uhr. Nachdem bekannt geworden war, dass der Arzt sich an zehn Frauen im Klinikum Bethel in Bielefeld (NRW) vergangen haben soll, befürchten die Beamten der Polizei, dass sich noch weitere Opfer melden könnten. Das Krankenhaus teilte hingegen mit, die Ermittlungen zu unterstützen. „Unsere Sorge und Mitgefühl gilt den Opfern und Geschädigten. Wir werden alles unternehmen, um in ihrem Sinne zu einer schnellen Aufklärung beizutragen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Bielefeld (NRW): Wegen Vergewaltigungsvorwurf – Arzt wohl schon länger vom Dienst freigestellt

Update: 23. September, 11 Uhr. Nachdem der Arzt von Beamten der Polizei Bielefeld abgeführt wurde, ist bisher noch unklar, ob sich der Verdächtige zu den Vorwürfen der Vergewaltigung geäußert hat. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 32-jährigen Mann handeln. Er soll schon länger nicht mehr im Dienst sein. Bereits nach den ersten Vorwürfen im Frühjahr wurde der Mediziner offenbar vom Evangelischen Klinikum Bethel freigestellt. Auch sein Name taucht nicht mehr auf der Ärzteliste des Krankenhauses auf.

Bielefeld (NRW): Arzt soll mehrere Patientinnen im Krankenhaus missbraucht haben

Erstmeldung: 23. September. Hat ein Mediziner mehrere seiner Patientinnen betäubt und missbraucht? Diese schweren Vorwürfe werden gegen einen Klinikarzt aus Bethel erhoben. An seinem Arbeitsplatz in Bielefeld soll er die Frauen vergewaltigt haben, berichten mehrere Medien.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Vorwurf der Vergewaltigung: Arzt aus Bielefeld (NRW) in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld hat das Amtsgericht am gestrigen Dienstag (22. September) Haftbefehl gegen den Krankenhausarzt erlassen. Er wurde in seinem Haus festgenommen. Der Arzt steht im Verdacht, mehrere Patientinnen zuerst betäubt und dann vergewaltigt zu haben. Am Evangelischen Klinikum Bethel soll der Verdächtige beschäftigt sein, berichtete das Westfalen-Blatt am heutigen Mittwoch (23. September). Der Missbrauch steht möglicherweise im Zusammenhang mit MRT-Untersuchungen.

Schon im Frühjahr 2020 soll es erste Hinweise auf die möglichen Straftaten des Mannes gegeben haben. Der Arzt stand im Verdacht, Frauen bei MRT-Untersuchungen Medikamente verabreicht zu haben, die in keinem Zusammenhang mit der eigentlichen Behandlung standen. Damals wurde jedoch nur wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen ihn ermittelt. Die Vergewaltigungen konnte man ihm nicht nachweisen. Den Polizeibeamten in Bielefeld* (NRW) soll aber nun der große Durchbruch bei ihren Ermittlungen gelungen sein.

Bielefeld (NRW): Arzt soll seinen Missbrauch an mehrere Frauen gefilmt haben

Bei einer gründlichen Hausdurchsuchung in Bielefeld sollen die Ermittler nun belastendes Material entdeckt haben. Mehrere Datenträger wurden sichergestellt. Auf den Festplatten speicherte der Klinikarzt offenbar Bilder und Videos. Auf den Aufnahmen soll zu sehen sein, wie der Mediziner seine Patientinnen vergewaltigt hat.

Wie viele Frauen von dem Mann in Bielefeld missbraucht wurden, ist bislang noch unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es wohl mindestens zehn Opfer geben. Laut Medienberichten wurden die Frauen inzwischen auch identifiziert. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

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