Aktuellster Fall kommt aus Mönchengladbach

Beutezug in NRW geht weiter: Wieder ein Wohnwagen gestohlen

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 NRW - In Nordrhein-Westfalen agieren Ganoven, die sich ganz offensichtlich mit Erfolg darauf spezialisiert hat, hochwertige Wohnwagen zu klauen. Wir fassen hier jene Fälle zusammen, über die verschiedene Kreispolizeibehörden aus NRW (u.a. Soest, Unna, Hagen, Märkischer Kreis) berichtet haben.

Der jüngste Fall in NRW stammt aus Mönchengladbach: Hier stahlen Unbekannte einen Wohnwagen des Herstellers "Bürstner" von einem Gelände an der Straße "Blaffert". Der weiße Wohnwagen neueren Modells (Typ "Premio" und Erstzulassung im Jahr 2017) war voll ausgestattet, wie die Polizei mitteilte.

Die Kreispolizeibehörde Heinsberg meldete am Donnerstag, 13. Dezember, den Diebstahl eines Wohnwagens der Marke Hobby (Typ C 720 KFU) mit Erkelenzer Kennzeichen (ERK), der sich auch schon zwischen Sonntag (14 Uhr) und Montag (10 Uhr) ereignet haben muss. Und bereits am Dienstag wurde ein weiterer Wohnwagen der Marke Dethleffs entwendet (Heinsberger Kennzeichen/HS).

In der Zeit von Dienstagnachmittag bis Mittwochmittag (11./12. Dezember) haben außerdem Unbekannte von einem Abstellgelände an der Provinzialstraße in Unna gleich zwei Wohnwagen entwendet. Beide Fahrzeuge sind Zweiachser von der Firma Dethleffs, Modell Exclusiv. An einem ist ein Fahrradträger auf der Deichsel montiert. Zudem war dort zur Tatzeit das amtliche Kennzeichen D-AY 2018 angebracht.

Wohnwagen-Diebstähle in Soest und Hagen

Erst am Mittwoch, 5. Dezember hatte ein Hauptkommissar nach Feierabend eine solche Tat noch in Iserlohn verhindert. Zahlreiche weitere Fälle aus diesem Monat und aus dem November gibt es aus Heinsberg, Verl, Marl, Kleve, Velbert, Hattingen und Willich.

In Soest wurde zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen von einem Betriebsgelände in der Straße Am Silberg ein Wohnwagen der Marke Fendt mit dem Kennzeichen SO-OM 145 entwendet.

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zur Tat machen können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 02921-91000 entgegengenommen.

Erst am Freitagabend war ebenfalls ein Wohnwagen der Marke Fendt im Hagener Stadtteil Kabel geklaut worden - im Wert von etwa 26.000 Euro.

Silberner Mercedes mit ausländischem Kennzeichen

Wertvolle Erkenntnisse könnte ein Vorfall aus Iserlohn liefern. Hier erwischte ein Polizeibeamter im Feierabend mutmaßliche Wohnwagen-Diebe quasi auf frischer Tat. "Er beobachtete, wie ein silberner Mercedes Vaneo mit ausländischem Kennzeichen einen Wohnwagen von einem Stellplatz zog und nahm auf der Kalthofer Straße die 'Verfolgung' auf", heißt es in einer Mitteilung der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis dazu.

Das habe der Vaneo-Fahrer offenbar bemerkt. "Jedenfalls steuerte er ein ehemaliges Tankstellengelände in Hennen an, koppelte den Wohnanhänger ab und fuhr davon. Wie die diensthabenden Kollegen anschließend feststellten, hatte jemand das Schloss am Tor des Stellplatzes aufgebrochen. Dort lag auch die zerstörte Wegfahrsperre des geklauten Anhängers. Leider war das Kennzeichen des verfolgten Vaneo nicht in der Dunkelheit abzulesen. Doch zumindest konnte der rechtmäßige Eigentümer seinen Caravan wieder in Empfang nehmen", so die Polizei.

Polizei arbeitet überörtlich zusammen

In Verl (Kreis Gütersloh) wurden in der Nacht vom 25. auf den 26. November gleich zwei Wohnwagen der Marke Tabbert gestohlen. Die Kreispolizeibehörde Heinsberg meldet solche Fälle aus der Nacht zum 6. Dezember (Marke Fendt), für den Zeitraum 1. bis 3. Dezember (Marke Hobby).

In Marl (Kreis Recklinghausen) entwendeten Unbekannte am 26. oder 27. November einen Caravan der Marke Tabbert, in Kleve wurde ein Fendt-Wohnwagen am 24./25. November entwendet. In Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) verschwand am 10. November ein Wohnwagen von Fendt ebenfalls spurlos, in Willich am 7. November einer der Marke Dethleffs.

Diebstähle bei Fachhändlern und Privathaushalten

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um eine landesweit agierende, organisierte Bande handelt, die entweder auf dem Gelände von Fachhändlern oder auch auf Privatgrundstücken zuschlägt.

Wenn Ermittler einen solchen Verdacht haben, dann arbeiten sie auch mit denen anderer Polizeibehörden eng zusammen. Möglicherweise gelingt es so, den Tätern auf die Spur zu kommen.

Quelle: wa.de

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