In Münster

Betrunkenes Dutzend grölt Nikolauslieder - dann eskaliert die Situation

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Münster - Wenn 55- bis 60-jährige Männer "aus dem westlichen Münsterland" zu tief ins Glas schauen und Nikolauslieder grölen, kann es offenbar ungemütlich werden. Auf andere Gäste und den Wirt einer Gaststätte am Rosenplatz in Münster war das jedenfalls am Montagabend zutreffend... 

Wie die Polizei mitteilte, eskalierte in besagter Gaststätte die Situation am Montagabend um 20.25 Uhr. Hier hatte sich "ein Dutzend Männer" dazu entschieden, lauthals Nikolauslieder zum Besten zu geben - natürlich unaufgefordert und nicht gerade derart lieblich, dass die Einlage bei den weiteren Gästen gut ankam.

Zum weiteren Verlauf heißt es von der Polizei:

"Übrige Gäste des Lokals fühlten sich durch das Verhalten der 55- bis 60-jährigen Besucher aus dem westlichen Münsterland gestört. Der 45-jährige Gastwirt mit türkischen Wurzeln forderte die alkoholisierten Männer daraufhin auf, den Gesang einzustellen. 

Diese Bitte ignorierten die singenden Gäste und unterstellten ihm, als Moslem keine Weihnachtslieder zu mögen. Der Inhaber des Lokals verwies die Sänger aus der Gaststätte. 

Ein 55-jähriger Sangesbruder schüttete ihm daraufhin ein Glas Bier über den Kopf, schlug ihm ins Gesicht und schubste ihn zu Boden. Einen Angestellten, der schlichtend eingriff, stießen einige der Männer ebenfalls gegen die Brust und verließen im Anschluss die Bar ohne für die verzehrten Getränke zu zahlen. 

Der 55-Jährige rief dem Wirt als Begründung zu, dass man 'Taliban' nicht unterstützen werde.

Hinzugerufene Polizisten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Sie müssen sich nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Zechbetrug verantworten."

Quelle: wa.de

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