Betrüger erklärt sich für tot, um Haftstrafe zu entgehen

AACHEN - Ein Betrüger soll sich beim Bundesgerichtshof für tot erklärt haben, um einer Haftstrafe zu entgehen. Als die Polizei entdeckte, dass der Arzt auf dem Totenschein erfunden war, flog der Betrug auf. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat nach Angaben von Mittwoch Anklage gegen den 43-Jährigen wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung und gewerbsmäßigen Betrugs erhoben.

Der Mann habe sich einen Blanko-Totenschein beschafft, auf sich ausgestellt und mit dem Namen eines erfundenen Arztes unterschrieben. Die Sterbeurkunde vom Standesamt habe er dem Bundesgerichtshof zukommen lassen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Jost Schützeberg.

In Karlsruhe hatte der Angeklagte Revision gegen ein Urteil gegen ihn wegen Betrugs mit einer dreijährigen Haftstrafe eingelegt. Nach der Todesnachricht habe der Bundesgerichtshof das Verfahren eingestellt. Damit sei auch die Haftstrafe zunächst wirkungslos gewesen. Mit gefälschten Todesbescheinigungen soll der Angeklagte auch eine Berufsgenossenschaft und eine Versicherung um insgesamt 97.000 Euro betrogen haben.

Quelle: wa.de

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