Belgischer König informell in NRW zu Gast

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NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (links) empfängt den belgischen König Philippe.

DÜSSELDORF - Der belgische König Philippe hat sich in Nordrhein-Westfalen über das System der Berufsausbildung in Deutschland informiert. In Düsseldorf traf der von sieben Ministern begleitete König am Freitag NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Belgien diskutiere derzeit über eine Reformierung seines Ausbildungssystems nach deutschem Vorbild, mit betrieblicher und schulischer Ausbildung, teilte die Staatskanzlei mit. "Wir freuen uns, wenn unser Nachbarland von unseren Erfahrungen mit der dualen Ausbildung profitieren möchte und stehen deshalb gerne mit Rat zur Seite", sagte Kraft laut Mitteilung.

Beide Länder hätten es bei der Berufsausbildung mit den gleichen Herausforderungen zu tun. An dem Gespräch in der Staatskanzlei nahmen auch NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sowie NRW-Innenminister Ralf Jäger und NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (beide SPD) teil.

Besichtigung eines Kalksteinwerkes 

Am Nachmittag wollte Philippe in Wülfrath (Kreis Mettmann) ein Kalksteinwerk besichtigen und dort mit Auszubildenden sprechen. Die Firma Rheinkalk, die in Wülfrath einen großen Steinbruch betreibt, gehört zu einer belgischen Unternehmensgruppe. Rheinkalk bildet derzeit 68 Auszubildende in sieben Berufen aus.

Mit Blick auf die im EU-Vergleich in Deutschland relativ niedrige Jugendarbeitslosigkeit, sei das gestiegene Interesse am deutschen Berufsausbildungssystem vollkommen nachvollziehbar, sagte Arbeitsminister Schneider. Belgien ist auch ein wichtiger Handelspartner für Nordrhein-Westfalen.

Belgien wichtiger NRW-Handelspartner

"Angesichts der welthandelspolitischen Debatten wird oft übersehen, von welch überragender Bedeutung unsere direkten Nachbarn für die nordrhein-westfälische Wirtschaft sind", sagte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Der Handel mit Belgien sei in den vergangenen fünf Jahren um mehr als ein Drittel gewachsen. Beim Export liege das Land auf Platz vier der wichtigsten Handelspartner noch vor den USA. - dpa

Quelle: wa.de

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