Befangenheitsanträge in Loveparade-Zivilverfahren abgelehnt

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Erinnerungen an die Loveparade-Tragödie in Duisburg.

Duisburg - In vier Loveparade-Zivilverfahren um Schadensersatz wegen psychischer Erkrankungen hat das Duisburger Landgericht Befangenheitsanträge gegen die Richterin abgelehnt.

Ihr Ehemann arbeitet als Rechtsanwalt in einer Kanzlei, die im Jahr 2010 für die Stadt Duisburg ein Rechtsgutachten zu den Ereignissen der Katastrophe während des Techno-Festivals erstellt hatte.

Beklagte in dem Verfahren ist unter anderem die Stadt. Nachdem die Richterin die Tätigkeit ihres Mannes offengelegt hatte, lehnten die Klägerinnen die Richterin wegen der Besorgnis der Befangenheit ab.

Die Anträge sind unbegründet, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Der Ehemann und seine Kanzlei seien an dem Verfahren nicht beteiligt. Der Mann habe kein wirtschaftliches Interesse am Ausgang des Verfahrens. Dies gelte erst Recht für die Richterin. Die Richterin habe zu den am Gutachten beteiligten Anwälten keine persönliche Beziehung und habe mit diesen auch nicht über das Gutachten gesprochen.

Bei dem Techno-Festival waren vor mehr als fünf Jahren 21 Menschen im Gedränge ums Leben gekommen, mehr als 500 Besucher wurden verletzt. Gegen die jüngsten Entscheidung können die Klägerinnen Beschwerde einlegen. Ansonsten sind die mündlichen Verhandlungen in den vier Verfahren für den 12. November angesetzt. - dpa

Quelle: wa.de

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