45 Prozent Nachtbaustellen

63 Baustellen in 24 Monaten in Westfalen und im Ruhrgebiet

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Bochum - Mit 63 größeren Baustellen in den nächsten zwei Jahren müssen die Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen in Westfalen und im Ruhrgebiet rechnen.

Darüber informierte am Dienstag der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Bochum. Ziel von Straßen.NRW sei es, gemeinsam Lösungen zu finden, um die Autofahrer trotz der notwendigen Baustellen so gering wie möglich zu belasten. "Im vergangenen Jahr hat Straßen.NRW 1,25 Milliarden Euro investiert, soviel wie noch nie. Und im laufenden Jahr peilen wir noch einmal 35 Millionen Euro mehr an", sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. 

Das erhöhe auch die Ansprüche an das Baustellenmanagement. Bei den jährlich stattfindenden Baustellenkonferenzen will Straßen.NRW frühzeitig mit den Betroffenen ins Gespräch kommen. "Aber wir lassen auch nicht nach, die Baustellen so zu organisieren, dass der Verkehr so gut wie möglich weiterfließen kann", so Sauerwein-Braksiek weiter.

Im Bereich der Baustellen, die ein paar Tage dauern, sei fast ein Drittel (100 von 352) im vergangenen Jahr an den verkehrsärmeren Wochenenden abgewickelt worden. Die so genannten Tagesbaustellen von ein paar Stunden Dauer seien auf den stark belasteten Strecken mittlerweile zu 45 Prozent  nachts abgewickelt worden, damit tagsüber der Verkehr wieder ungehindert fließen könne. 

Wesentliche Baustellen der nächsten zwei Jahre in Westfalen und im Ruhrgebiet:

  • Auf der A31 startet die Deckensanierung 2018 zeitgleich mit zwei Abschnitten, vom Autobahndreieck Bottrop bis Kirchhellen-Nord sowie von Dorsten-West bis Schermbeck. Der dazwischen liegende Abschnitt wird nach Abschluss der ersten zwei Abschnitte im Jahr 2019 bearbeitet. 
  • Auf der A33 gehen die Sanierungsarbeiten weiter, der Schwerpunkt liegt zunächst noch im Bereich nördlich der Anschlussstelle Borchen bis südlich der Anschlussstelle Paderborn-Schloß-Neuhaus. Im direkten Anschluss wird der Bereich von der Anschlussstelle Borchen bis zum Autobahnkreuz Wünnenberg saniert. 
  • Auf der A40 werden an der Rheinbrücke Neuenkamp bei Duisburg bis zum Neubau fortwährend Sanierungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Dafür muss in den Sommerferien 2018 die Brücke zweimal für etwa fünf Tage je Fahrtrichtung gesperrt werden. 
  • Auf der A42 erfolgt für einen besseren Verkehrsfluss in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort für den Umbau des Autobahnkreuzes Herne der Bau einer Manövrierspur. 
  • Ebenfalls auf der A42 zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und Gelsenkirchen-Zentrum laufen bereits seit dem Jahreswechsel die Arbeiten zur grundhaften Sanierung und Lärmsanierung, voraussichtlich bis zum vierten Quartal 2020. 
  • Und noch einmal A42: Im Bereich Duisburg verlagern sich die Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen für Bauwerke und Fahrbahnen weiter östlich in den Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord und der Anschlussstelle Duisburg-Neumühl. Sie beginnen Mitte 2018 mit der Instandsetzung des Bauwerks "Bahnhof Grünstraße".
    Alle Maßnahmen dauern zusammen bis zum vierten Quartal 2021. 
  • Der Ausbau der A43 im Bereich zwischen Recklinghausen/Herten und Bochum/Riemke geht weiter, insbesondere der Umbau des Autobahnkreuzes Herne nimmt immer mehr an Fahrt auf. Das "Highlight" wird dabei zum Herbst 2018 der Baubeginn des Tunnels im Verlauf der Süd-West-Rampe im Autobahnkreuz Herne sein. 
  • An der Lennetalbrücke im Verlauf der A45 ist der Abbruch der zweiten Brückenhälfte erfolgt und der Neubau angelaufen. Die Bauwerksinstandsetzungen und Neubauten gehen weiter, für das dritte Quartal 2018 ist der Baubeginn der beiden Talbrücken Kattenohl und Brunsbecke zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Nord vorgesehen. 
  • An der A516 sollen im dritten Quartal 2019 umfangreiche Arbeiten zur Fahrbahn-, Brücken- und Lärmsanierung beginnen.

hier geht's zur Übersicht aller Planungen

Fakten zu NRW-Autobahnen

17,1 Prozent des Autobahnnetzes Deutschland liegen in Nordrhein-Westfalen. 

Die durchschnittliche Verkehrsbelastung liegt mit mehr als 61.000 Fahrzeugen täglich 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (50.000). 

In NRW wird 20 Prozent der gesamten Fahrleistung Deutschlands erbracht. 

Insgesamt 217 Planungsvorhaben mit einem Volumen von 16,7 Milliarden Euro sieht der Fernstraßenbedarfsplan für NRW vor.

Quelle: wa.de

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