Bauskandal um Museum Küppermühle weitet sich aus

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Die Arbeiten am Erweiterungsbau des Museums Küppermühle sind seit rund drei Monaten eingestellt.

DUISBURG - Der Bauskandal um die Erweiterung des Duisburger Museums Küppersmühle ist zur Gefahr für die städtische Baugesellschaft Gebag mit 130 Beschäftigten geworden. Hohe Nachforderungen für das wegen Baumängeln gestoppte Projekt könnten das gesamte Unternehmen gefährden, sagte gestern eine Sprecherin des Unternehmens.

„Das wäre unser Horrorszenario.“ In ihrem eigentlich Geschäft, der Wohnungsvermietung, sei die Gebag aber gesund. Bei der spektakulären Museumserweiterung sollte ein 55 Meter langer Stahlquader als „neues Wahrzeichen des Ruhrgebiets“ auf die ehemalige Getreidemühle gesetzt werden. Die Gebag, eine der ältesten deutschen Wohnungsbaugesellschaften mit rund 14 000 eigenen Mietwohnungen und Gewerbeobjekten, ist Bauherrin des spektakulären Museumsumbaus und muss Mehrkosten beim ursprünglich auf 25 Millionen Euro veranschlagten Bau abdecken.

Beim Bau gab es Pfusch bei den Stahl-Schweißarbeiten und Verzögerungen. Mitte Juni wurde ein Baustopp angeordnet. Die für die Schweißarbeiten zuständige Firma ist pleite. Rund 34 Millionen Euro sind nach einem internen Papier bereits verbaut worden. Der neben dem Museum auf dem Boden liegende Stahlkubus müsse mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verschrottet werden, hieß es aus Kommunalgremien.

Seit der vergangenen Woche sei ein Sanierungsberater in den Gebag-Vorstand eingezogen, sagte die Sprecherin der Wohnungsgesellschaft. Die Stadt müsse entscheiden, ob sie der Gebag mit einer Bürgschaft unter die Arme greife. - dpa

Quelle: wa.de

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