Erste Lockerungen

Baumärkte und Gartencenter in NRW: Neue Regeln in Kraft getreten

Baumärkte wie Obi, Hornbach, Hagebau und Co. dürfen wieder öffnen. Auch Gartencenter sind wieder auf. Für sie gelten aber in NRW neue Regeln.

Update vom 22. März, 15.40 Uhr: Schlechte Nachrichten für Gartencenter in NRW. Nach einer Entscheidung der Landesregierung dürfen Gartencenter nun nicht mehr uneingeschränkt öffnen. Sie werden nun wie Baumärkte behandelt. Auslöser ist eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts NRW.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Die Corona-Schutzverordnung für NRW ist am 22. März angepasst worden. Das Oberverwaltungsgericht in NRW hatte einem Eil-Antrag des Media Marktes zugestimmt. Nicht alle Branchen im Einzelhandel würden gleichbehandelt werden. Durch den Gerichtsentscheid waren damit am Montagmorgen die Einschränkungen im NRW-Einzelhandel aufgehoben. Das Land reagierte prompt - zum Ärger von Buchhandlungen und Gartenmärkten. Auch für sie gilt nun keine Ausnahme mehr, sondern auch das System des „Click and Meet“. Sie dürfen nur noch mit Terminbuchungen öffnen.

Baumärkte und Gartencenter in NRW: Neue Regel nach Corona-Gipfel

Hamm - Der Lockdown in Deutschland wird verlängert. Das wurde beim Corona-Gipfel beschlossen. Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) haben sich aber auch auf Öffnungsschritte geeinigt. Die Regeln für Baumärkte wurden in Nordrhein-Westfalen schon zuvor ein Stück weit gelockert. (News zum Coronavirus)

In NRW haben sich die Regeln der Corona-Schutzverordnung schon in der ab 22. Februar gültigen Fassung geändert: Bis dato hatten Baumärkte nur für Handwerker und Gewerbekunden geöffnet. Mit einer neuen Regelung durften nun auch wieder Privatkunden in die Märkte - allerdings nur, um neben Schnitt- und Topfblumen nun auch Gemüsepflanzen, Blumenzwiebeln und Saatgut zu kaufen. Dafür mussten Baumärkte und Gartencenter diese Bereiche vom restlichen Sortiment abtrennen.

Aber nicht nur den Verkauf von Gemüsepflanzen und Saatgut war bereits wieder erlaubt, sondern auch „Waren des unmittelbaren Zubehörs“ dürfen jetzt wieder verkauft werden*, berichtet ruhr24.de*. Dazu gehören zum Beispiel Übertöpfe, um die gekauften Samen einzupflanzen.

Anders hat Bayern entschieden. Ministerpräsident Markus Söder hat mit seiner Regierung die vollständige Öffnung von Baumärkten ab dem 1. März beschlossen - mit strikten Quadratmeterbeschränkungen und Hygieneregeln. Das freute das Nachbar-Bundesland Baden-Württemberg gar nicht*, berichtet merkur.de*. Dort sind Baumärkte nämlich noch weiterhin nicht für alle geöffnet. Es wird ein Pendelverkehr über die Landesgrenze befürchtet. Darüber hinaus handhabt jedes Bundesland die Corona-Regel mit Blick auf Baumärkte und Gartencenter individuell*, berichtet 24rhein.de*.

Baumärkte und Gartencenter in NRW: Bund und Länder wollen einheitliche Regeln

Am Mittwoch (3. März) haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs erneut zum Corona-Gipfel getroffen, um über den Lockdown und mögliche Lockerungen zu beraten.

Baumärkte werden in dem neuen Beschluss nicht explizit erwähnt. Allerdings werden Gartenmärkte künftig einheitlich in allen Bundesländern wie etwa Supermärkte dem Einzelhandel des täglichen Bedarfs zugerechnet.

„Sie können somit auch mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm wieder öffnen“, heißt es in dem Beschluss. Gleiches gilt auch für Buchhandlungen und Blumengeschäfte. Bund und Länder haben einen Stufenplan für Öffnungsschritte beschlossen.

Baumärkte und Gartencenter in NRW: Neue Regeln wie in Bayern nach Corona-Gipfel?

Für die Baumärkte gilt darüber hinaus aber im dritten Öffnungsschritt die gleiche Regel wie für alle anderen Geschäfte auch: Bei einer Inzidenz unter 50 darf ein Kunde je 10 bzw. 20 Quadratmeter Verkaufsfläche in den Laden gelassen werden - steigt die Inzidenz über 50, bleibt aber unter 100, so können auch die Baumärkte per Click and Meet Termine mit ihren Kunden vereinbaren. Das geht übrigens auch direkt an der Ladentür.

Noch im März will NRW allen Schülern wieder Präsenzunterricht anbieten. Das Wechselmodell hat Ministerin Gebauer erläutert. - *ruhr24.de, merkur.de und 24rhein.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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