Promis greifen zum Spaten

Bauarbeiten für DFB-Museum in Dortmund gestartet

DORTMUND - Innerhalb von zwei Jahren will der Deutsche Fußball-Bund das DFB-Museum in Dortmund errichten lassen. Vom begehbaren Mannschaftsbus über WM-Pokale bis zu Wolfgang Overaths Badelatschen reichen die Exponate. Am Donnerstag griffen die Promis zum Spaten.

Das Projekt DFB-Fußballmuseum ist am Donnerstag in Dortmund in die entscheidende Phase getreten. Prominente griffen unter Anleitung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach für den ersten Spatenstich zur Schaufel. Mit dabei waren Altinternationale wie Uwe Seeler, die Kremers-Zwillinge, Hans Tilkowski, Klaus Fischer und Siggi Held. Bis 2014 soll das 36 Millionen Euro teure Museum fertiggestellt sein. Auf 7000 Quadratmetern wird die Historie des deutschen Fußballs dokumentiert.

In dem rund 90 Meter langen, verglasten und futuristisch anmutendem Quaderbau werden Besucher interaktiv unterwegs sein. Im Erdgeschoss wird sogar der DFB-Mannschaftsbus ausgestellt. "Wer will, kann sich auf den Platz für Bundestrainer Jogi Löw setzen", sagte Niersbach. Bei reinen Ausstellungsstücken soll es nur selten bleiben: Wer zum Beispiel alle Tore von Franz Beckenbauer sehen will, kann entsprechende Wünsche über einen Touchscreen-Bildschirm eingeben.

Wichtige Erfolgsutensilien wie Welt- und Europameisterpokale stellt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ebenso aus wie alltägliche Dinge aus dem Fußballerleben. Verbandschef Niersbach will sogar die Badelatschen von Welt- und Vizeweltmeister Wolfgang Overath vom 1. FC Köln aus dem Jahr 1966 einsortieren lassen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (von links) auf dem Bauplatz am Hauptbahnhof.

Ehrenspielführer Uwe Seeler verspricht dem DFB seinen ganzen Fundus. "Natürlich habe ich einen Keller voll. Aber was ins Museum kommt, bestimmt der DFB", sagte Seeler nach dem Spatenstich. Der Hamburger ist sicher, dass das Museum am richtigen Ort entsteht: "Dortmund ist eine Sportstadt." Und der BVB sei auch zu seiner Zeit dominierend gewesen., erklärte Seeler. Der Vorgänger von Torjäger Gerd Müller - dessen Trikot vom WM-Sieg von 1974 kommt auf jeden Fall nach Dortmund - könnte vor allem Persönliches vom WM-Endspiel 1966 im Londoner Wembley-Stadion beisteuern.

Der Anpfiff im Museum ist für 2014 geplant. Die Museumsstiftung rechnet aber nicht damit, dass die Eröffnung vor dem WM-Start in Brasilien erfolgen könnte. Dass das Museum aber ein Erfolg wird, daran glauben zumindest die Wirtschaftswissenschaftler. Jährliche Einnahmen von 19 Millionen Euro erwartet das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) in München.

Der DFB investiert inklusive Sponsorengelder 17,5 Millionen Euro in das Projekt, das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit einer Fördersumme von 18,5 Millionen Euro. Die Stadt Dortmund stellt das Grundstück. - lnw

Quelle: wa.de

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