Bankraub in Werl: Sparkassen-Angestellte ließ sich überfallen

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Ihre eigene Bankfiliale ließ die Angestellte von einem Freund überfallen.

WERL/ARNSBERG - Ein außergewöhnlicher Überfall auf eine Sparkassenfiliale in Werl beschäftigt seit gestern das Landgericht in Arnsberg. Dort muss sich eine 23 Jahre alte Bankkauffrau als mutmaßliche Drahtzieherin des Überfalls im Mai 2011 verantworten.

Sie soll einen 23 Jahre alten Jugendfreund, der in Geldnot steckte, angeheuert haben, sie in ihrer Filiale zu überfallen. Der mit einer Softair-Pistole Bewaffnete hatte eine 22 Jahre alte Auszubildende gefesselt und sich dann von der Freundin mehr als 90 000 Euro aus dem Tresor in einen Rucksack packen lassen.

Vor dem abgesprochenen Überfall hatte die 23-Jährige dem Räuber den Fluchtweg erklärt und dann mit einer SMS „Ja, das mit den Felgen geht klar“ das Startsignal gegeben. Die Auszubildende wurde zum Arbeiten in einen Bereich ohne Alarmknöpfe geschickt.

Der 26 Jahre alte Räuber hatte sich noch einen Helfer mitgebracht. Doch dieser bekam ein schlechtes Gewissen und kniff. Dennoch hatte auch er einige Tausend Euro von der Beute erhalten. „Es war ja soviel Geld, ich wusste nicht, was ich damit sollte“, sagte der 26-Jährige. Seiner Freundin hatte er 10 000 Euro von der Beute zukommen lassen. Rund 8000 Euro aus dem Bankraub verbrannte er aus Angst, sie könnten gekennzeichnete sein.Die 23-Jährige sagte unter Tränen, sie habe die Folgen ihrer Tat ausgeblendet, weil sie ihrem Jugendfreund helfen wollte. Der 26-Jährige hatte sich selbst bei der Polizei gemeldet, nachdem der Verdacht auf ihn gefallen war. Auch einen Großteil der Beute hat er mittlerweile zurückgezahlt. - dpa

Quelle: wa.de

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