Gerichtsverhandlung

17-Jähriger aus Bielefeld tödlich verunglückt: Frau nach Horror-Unfall verurteilt

Auf der Ostwestfalenstraße in Bad Salzuflen starb ein Motorradfahrer aus Bielefeld nach einem Unfall. Eine Autofahrerin wurde nun verurteilt.. 

  • In Bad Salzuflen ereignete sich am 23. Oktober 2019 ein tödlicher Verkehrsunfall. 
  • Ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde von einem Wagen erfasst. 
  • Die Autofahrerin musste sich in einem Gerichtsverfahren verantworten und wurde verurteilt. 

Bielefeld (NRW) – Der folgenschwere Verkehrsunfall in Bad Salzuflen, bei dem ein 17-jähriger Mann aus Bielefeld tödlich verunglückte, liegt mittlerweile einige Monate zurück. Gegen eine 76-jährige Autofahrerin wurde nach dem schlimmen Ereignis wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und Trunkenheit am Steuer ermittelt. Es kam zum Prozess, der nun mit einem Urteil endete. 

Bielefeld
Einwohnerzahl333.090 (Stand 2016)
Fläche257,8 Quadratkilometer
Höhe118 Meter
BürgermeisterPit Clausen


Ein Feuer in einem Krankenhaus löste am 16. Juli einen großen Feuerwehreinsatz aus: In Paderborn (NRW) ist in der LWL-Klinik mit 60 Patienten ein Brand ausgebrochen und die Polizei hat nun einen Verdacht zu der Ursache geäußert. Am Dienstag (28. Juli) kam es in der Region Ostwestfalen-Lippe erneut zu einem folgenschweren Unglück: In Harsewinkel starb ein 18-jähriger Motorradfahrer aus Gütersloh bei einem Unfall, nachdem er gegen einen Zahn geprallt war und schwere Kopfverletzungen erlitten hatte. 

Bad Salzuflen (NRW): Tödliche Kollision auf der Ostwestfalenstraße – Mann in Bielefeld gestorben 

Der Unfall auf der Ostwestfalenstraße in Bad Salzuflen (NRW) ereignete sich am 23. Oktober vergangenen Jahres, wie owl24.de* berichtete. Die Frau (76) aus Bielefeld war auf der besagten Straße mit ihrem Wagen unterwegs. Zwischen den Abfahrten Bextener Straße und Leopoldshöher Straße bremste sie kurz vor einer Brücke plötzlich stark ab. Sie hielt auf dem Seitenstreifen an und schaltete das Warnblinklicht ein. Doch das Heck ihres Autos ragte noch rund 40 Zentimeter auf die Fahrbahn.

Zwei Verkehrsteilnehmer, die hinter der Frau fuhren, mussten aufgrund des unerwarteten Manövers eine Vollbremsung hinlegen und ausweichen. Der 17-jährige Motorradfahrer, der ebenfalls auf der Ostwestfalenstraße nahe der A2 in Bad Salzuflen unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und es kam zur Kollision. Bei dem Unfall zog er sich schwere Verletzungen zu. Im Klinikum Bethel in Bielefeld verstarb der junge Mann wenig später. Ein Holzkreuz an der Unfallfestelle erinnert noch immer an seinen Tod. 

In dem Gerichtsverfahren gab die Angeklagte aus Bielefeld an, dass ihr der tödliche Unfall in Bad Salzuflen leid täte (Symbolbild).

Tödlicher Unfall in Bad Salzuflen (NRW): Verursacherin aus Bielefeld war betrunken

Gegen die Autofahrerin mit Bielefelder Kennzeichen wurde nach dem Verkehrsunfall in Bad Salzuflen ein Strafverfahren eingeleitet. Ihr wurde fahrlässige Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und Trunkenheit am Steuer vorgeworfen. Nach dem Zusammenstoß begutachtete sie lediglich die Schäden an ihrem Wagen und setzte ihre Fahrt anschließend fort, ohne sich um den 17-Jährigen zu kümmern. Die Frau konnte wenig später gestellt werden. Am 2. Juli kam es in der größten Stadt von Ostwestfalen-Lippe ebenfalls zu einem Unglück: In Bielefeld wurden mehrere Personen bei einem Unfall auf der Eckendorfer Straße verletzt, nachdem zwei Autos und ein Lkw miteinander kollidiert waren und die Polizei beschlagnahmte einen Führerschein, wie owl24.de* berichtete. 

Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. In einem Gerichtsverfahren musste sich die 76-Jährige nun verantworten. Das Verfahren endete nun mit einem Urteil. Die Bielefelderin wurde zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem wurde ihr für vier Jahre die Fahrerlaubnis entzogen. Aufgrund der Trunkenheit ging das Amtsgericht in Lemgo von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. 

Im Verlauf des Prozesses konnte nicht geklärt werden, ob der Motorradfahrer verspätet oder unzureichend auf das Bremsmanöver der Autofahrerin reagiert hatte. Ebenfalls unklar ist, ob er den Sicherheitsabstand eingehalten hat. Diese Faktoren wirkten sich strafmildernd für die Angeklagte aus. Ihr Anwalt hielt eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen und die Entziehung der Fahrerlaubnis für Tat und Schuld angemessen. Am Mittwoch (29. Juli) kam es in OWL erneut zu einem Unglück: In Paderborn (NRW) erfasste eine BMW-Fahrerin einen Motorroller und mehrere Personen wurden bei dem Unfall verletzt.  (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Polizei Lippe NRW

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare