Baby nach Geburt ausgesetzt: Plädoyers im Prozess gegen Mutter

Bielefeld - Ihre Schwangerschaft leugnete sie, bis das Kind zur Welt kam. Dann legte sie das Baby in ein Gebüsch und verschwand. Es überlebte nur mit Glück. Die 39-Jährige Mutter wartet vor Gericht auf ein Urteil.

Der Prozess gegen eine Frau, die ihr heimlich geborenes Baby in einem Gebüsch in Gütersloh zum Sterben zurückgelassen haben soll, geht am Donnerstag (9 Uhr) voraussichtlich mit Plädoyers weiter. 

Die Staatsanwaltschaft hat die 39-Jährige vor dem Landgericht Bielefeld des versuchten Totschlags angeklagt. Der neugeborene Junge überlebte nur, weil Passanten ihn zufällig in dem Busch verborgen entdeckten. 

Zum Prozessauftakt hatte die frühere Werksarbeiterin einer Fleischfabrik unter Tränen gestanden, den Säugling eine Viertelstunde nach seiner Geburt in eine Plastiktüte gepackt und zum Fundort gebracht zu haben.

 Die Angeklagte soll ihre Schwangerschaft anderen und sich selbst gegenüber verleugnet haben. Das Kind hatte sie im Juni 2015 in einem Rohbau alleine zur Welt gebracht. 

Das Gericht wird auch entscheiden müssen, ob die Angeklagte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte, wovon die Staatsanwaltschaft in der Anklage ausgeht. Das Urteil soll am 8. April verkündet werden. -dpa

Quelle: wa.de

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