58-jähriger Soester hatte Pkw "nicht ausreichend gesichert"

Auto eines Anglers sinkt im Möhnesee bis auf eine Tiefe von 12 Metern

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Das Auto wurde auf dem Dach aus dem See gezogen.

[Update 14.13 Uhr] Möhnesee - Der Angelausflug endete mit einem dicken Fang: Den hatte aber nicht der Angler aus Soest am Haken, sondern die Feuerwehr Möhnesee. Mit Unterstützung von Tauchern des DLRG-Kreisverbandes musste nämlich das Auto des 58-jährigen Anglers aus Soest wieder aus dem See gezogen werden. Vermutlich, so die Polizei, hatte der Mann seinen VW Bora nicht richtig gesichert, während er auf dem Uferstreifen im Bereich des Surferparkplatzes seine Angelutensilien auslud.

Er habe selbst gar nicht mitbekommen, wie das Auto ins Rollen kam, berichtete der Angler ziemlich unglücklich. Erst als er ein Geräusch hörte, habe er sich umgewandt, doch da war der Wagen bereits in den Fluten des Möhnesees versunken. Der Mann alarmierte die Einsatzkräfte. 

Um 7.19 Uhr erreichte der Alarm die Feuerwehr Möhnesee. Wie sich bei der Bergung zeigen sollte, war das Auto etwa 20 Meter vom Ufer entfernt und in rund zwölf Metern Tiefe auf Grund gegangen. Während des Absinkens hatte sich der Wagen aufgrund aufsteigender Luftblasen und des Schwerpunkts im Bereich des Motors zudem aufs Dach gedreht, erklärte Christian Böddeker, der Leiter der Feuerwehr Möhnesee.

Für die Bergung des Fahrzeugs waren unter der Einsatzleitung von Martin Nölle die Löschzüge Körbecke und Günne mitsamt den Feuerwehrbooten „Eule 1“ und „Flori“ zum Ort des Geschehens geeilt. 

Auto versinkt im Möhnesee - Soester Angler bleibt unverletzt

Als erstes installierten die Kameraden eine Ölsperre, um auslaufende Betriebsstoffe aufzufangen. Allerdings trat erst kurz vor dem Auftauchen des Autos in geringerer Menge Öl aus.

Für die eigentliche Bergung unter Wasser waren die beiden Einsatztaucher Frank Brülle und Stefan Jonas von der DLRG Lippstadt im Einsatz. Von weiteren DLRG-Kräften unterstützt machten sich die Taucher zunächst auf die Suche nach dem Auto. 

Gegen 10.28 Uhr konnte Brülle Erfolg vermelden: „Da unten isser – liegt relativ gerade auf dem Dach.“ Um das Auto bis an die Oberfläche zu heben, wurde bei einer Sicht von zwei etwa Metern an beiden Achsen ein Schwimmkörper angeschlagen, so Taucher Stefan Jonas. Anschließend wurden die Schwimmkörper mit Pressluft aufgeblasen. 

Schließlich konnte an dem unterhalb der Oberfläche im Wasser treibenden Auto ein Zugseil befestigt werden. Die Winde am Feuerwehrfahrzeug setzte ein, mit einem hässlichen Knirschen wurde der Bora auf dem Dach liegend ans Ufer gezogen. 

Nachdem der Wagen wieder auf seine vier Rädern gedreht war, kam er auf den Abschleppwagen. Diagnose: Totalschaden. Das ausgelaufene Öl wurde mit der Ölsperre zusammengehalten und durch Spezialvlies aufgenommen, zudem war die Untere Wasserbehörde involviert. 

Die Ölverschmutzung wird als Umweltdelikt von der Polizei verfolgt, zudem hat sich der Angler eine Ordnungswidrigkeit geleistet, weil es nicht zulässig war, dass er mit seinem Auto über die Rampe am Surferparkplatz auf den Uferstreifen gefahren ist. 

Inwieweit der Schaden am Auto abgedeckt ist, hängt letztlich von den Art der Versicherung ab.

Quelle: wa.de

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