Autistische Kinder misshandelt: Leiterin droht Haft

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Das Schild weist im Jahr 2010 auf die Graf-Recke-Stiftung hin. Der ehemaligen Gruppenleiterin droht für die Misshandlung autistischer Kinder in einem Heim Gefängnis. 

Düsseldorf  - Für die Misshandlung autistischer Kinder in einem Heim bei Düsseldorf droht einer ehemaligen Gruppenleiterin Gefängnis.

Das hat die Vorsitzende Richterin Karin Michalek in einer Zwischenbilanz nach fünf Monaten Prozessdauer am Montag deutlich gemacht. Zwei 43 und 55 Jahre alte Mitangeklagte können mit Bewährungsstrafen rechnen. 

Gegen zwei weitere ehemalige Angeklagte ist das Verfahren bereits gegen Zahlung von 6.000 beziehungsweise 15.000 Euro für gemeinnützige Zwecke eingestellt worden, so eine Gerichtssprecherin. Der 44-jährigen Wohngruppenleiterin wird Misshandlung Schutzbefohlener, Freiheitsberaubung und Nötigung vorgeworfen. Bis 2008 sollen in ihrer Wohngruppe fünf autistische Jugendliche über zwei Jahre lang gequält worden sein. 

Die Angeklagte hatte ihr Vorgehen mit Therapieerfolgen gerechtfertigt und behauptet, alles sei mit dem Erfinder der Therapieform abgesprochen gewesen. Doch der hatte dies im Prozess als Zeuge bestritten. Er habe nicht gewusst, dass die Kinder gegen ihren Willen stundenlang fixiert worden seien und tagelang kein Essen bekamen. 

Die Erzieher hatten die Therapie auf über 200 Stunden Videomaterial dokumentiert. Der Misshandlungsskandal war 2010 bekanntgeworden. Die Einrichtung, eine Tochter der evangelischen Graf-Recke-Stiftung, wurde inzwischen aufgelöst und in die Stiftung integriert. - dpa

Quelle: wa.de

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