Tierischer Einsatz für Polizei Dortmund

Ausgebüxte Pferde auf der B236 im Tunnel festgesetzt

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Die festgesetzten Pferde im Tunnel Wambel auf der B236.

Dortmund - Eine ausgebüxste Pferdeherde hielt ham Sonntagmorgen gegen kurz vor 8 Uhr die Dortmunder Polizei und zahlreiche Autofahrer auf Trab: Letztendlich wurden die Tiere in einem Tunnel festgesetzt und "abgeführt".

Gegen 7.40 Uhr meldeten Anrufer der Dortmunder Polizei eine größere Herde Pferde, die offensichtlich frei auf der Derner Straße trabte. Die Polizei nahm sofort die Spur der Tiere auf und folgte ihnen über die Altenderner Straße und die Derner Straße zur Bornstraße in Richtung Dortmunder Innenstadt.

An der Altenderner Straße/Ecke Piepenbrink wurden vier Pferde durch einen ortsansässigen Landwirt festgehalten. An der Bornstraße/Ecke Hildastraße wurden auf einer Wiese die restlichen freilaufenden Pferde entdeckt.

Sie fest- oder aufzuhalten war allerdings nicht möglich, so dass die Vierbeiner nach kurzer Zeit wieder auf der Bornstraße in Richtung Norden galoppierten. Ihr weiterer Weg führte über die Derner Straße und schließlich auf die B236 - entgegengesetzt der Fahrtrichtung Lünen.

Hier sorgten sie laut Polizei "für ein leichtes bis mittelschweres Chaos auf der Straße", glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Unter den staunenden und erschrockenen Blicken aller Verkehrsteilnehmer setzten die Tiere ihren Ausflug bis in die Tunnelröhre des Wambeler Tunnels fort.

Dort erfolgte dann der taktisch günstige Zugriff der Polizei: Der Tunnel wurde gesperrt, eine Ableitung des Verkehrs vorab eingerichtet und die Pferdeherde auch mit Hilfe von und Beamten der Dortmunder Reiterstaffel zusammengetrieben. Auf ihrem Ausflug verletzten sich offenbar einige Tiere leicht. Ein unbeteiligtes Auto und ein Streifenwagen wurden leicht beschädigt.

Mit Hilfe der alarmierten Besitzer sollten die vorübergehend in Gewahrsam genommenen Tiere nun eigentlich in ihre mittlerweile bereit gestellten Pferdeanhänger verladen und von den Haltern abtransportiert werden. Allerdings leisteten die verängstigten Tiere Widerstand - lediglich sechs Pferde konnten mittels Pferdetransporter abtransportiert werden.

Der Rest der Gruppe musste einem "Plan B" unterzogen werden: Mit Halftern und Führstricken "gefesselt", führten Polizisten und Pferdehalter die Karawane unter "Polizeischutz" aus dem Tunnel heraus in bis zur Anschlussstelle Scharnhorst.

Von dort ging es weiter bis zum heimatlichen Gewahrsam in Dortmund-Derne. Für diese "Rückführung" wurden seitens der Polizei erneut umfangreiche Verkehrsmaßnahmen getroffen.

Gegen 11 Uhr konnten alle Verkehrsmaßnahmen wieder aufgehoben und der Tunnel in Fahrtrichtung Lünen wieder frei gegeben werden. Wie den Tieren die Flucht vom Heimathof gelang ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an. - eB

Quelle: wa.de

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