Armut im Ruhrgebiet dramatisch gestiegen

BERLIN - Im Osten Deutschlands liegen die Armutsquoten einer neuen Erhebung zufolge weiterhin deutlich höher als im Westen. Allerdings hat sich das Ruhrgebiet in den vergangenen sechs Jahren zum Sorgenkind entwickelt.

Das geht aus dem Armutsbericht 2011 des Paritätischen Gesamtverbandes vor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Deutschland entwickele sich armutspolitisch zu einem Flickenteppich, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider. Er wies vor allem auf die negative Entwicklung der Armutsquote in Nordrhein-Westfalen hin. Von 2006 bis 2010 sei die Quote von 13,9 auf 15,4 Prozent gestiegen. Als besonders alarmierend bezeichnete Schneider die Entwicklung im Ruhrgebiet, weil es mit fünf Millionen Menschen das größte Ballungsgebiet in Deutschland ist. In Dortmund sei die Armutsquote in sechs Jahren von 18,6 auf 23 Prozent gestiegen, in Duisburg von 17 auf 21,5 Prozent. - dapd

Quelle: wa.de

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