Architekten stellen ihre Pläne für das neue Fußballmuseum in Dortmund vor

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Public Viewing am Museum. Auf der Leinwand am Eingang soll der Fußball in die Stadt projiziert werden.

DORTMUND - Eigentlich sollte man beim Fußball erst jubeln, wenn der Ball über die Torlinie ist. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau aber wollte sich an diese Regel nicht halten. Von Holger Drechsel

Gestern wurden erst die konkreten Entwürfe für das neue Fußballmuseum vorgestellt – die Eröffnung ist frühestens 2014. Sierau aber zeigte sich schon vor dem Anpfiff überzeugt: „Wir haben einen Volltreffer gelandet.“

In der Tat ist es ein vielversprechender Entwurf, den das Düsseldorfer Architektenbüro HPP auf dem bislang wenig einladenden Bahnhofsvorplatz verwirklichen will. Für rund 35 Millionen Euro soll ein attraktives Ball-Haus entstehen, in dem auf rund 7000 Quadratmetern deutsche Fußballgeschichte ihr Zuhause findet. Das sind die Pläne: Knapp 90 Meter lang, 25 Meter breit und 20 Meter hoch wird das Gebäude, das schon von außen mächtig Lust auf Fußball machen soll. Die Stirnseite dominiert ein riesiger Bildschirm für Fußballübertragungen auf den Vorplatz. Auch die Längsfassaden können mit austauschbaren Textilbannern Informationen nach außen tragen. Im Inneren führt ein lichtdurchflutetes Foyer zu den fünf Ausstellungsbereichen, die sich dramaturgisch ans Fußballspiel anlehnen. Von „Vor dem Spiel“ über „Halbzeit 1“, „Halbzeitpause“, „Halbzeit 2“ und „Nach dem Spiel“ kann man durch die Welten der Nationalmannschaften und der Vereine wandeln, sich mit Trainern und Taktiken auseinandersetzen oder selber spielen. In der „Schatzkammer“ findet man die wertvollsten Trophäen des deutschen Fußballs, in der „Hall of Fame“ die Helden dazu.

Der Baubeginn ist für Mitte 2012 geplant. Architekt Gerhard G. Feldmeyer sprach von einer „Ikone“, die man auf „diesen fast heiligen Ort“ bauen wolle. Sein Büro hat auch schon den „Langen Eugen“ in Bonn saniert und die „Arena AufSchalke“ gebaut. Dass sein Entwurf für das Dortmunder Museum äußerlich ziemlich dem neu gebauten „Museum of Liverpool“ ähnelt (ein Haus der Kulturgeschichte), sei Zufall, sagte er: „Sicher gib es da Verwandtschaft in einzelnen Aspekten.“ Man habe aber nichts kopiert: „Wir sind halt alle einer Zeit verhaftet.“ Und Horst R. Schmidt, Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes, sprang ihm bei: „Die neuen Stadien ähneln sich doch auch alle.“

Quelle: wa.de

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