Ruhrgebiet hinkt dem Landesschnitt hinterher

Arbeitslosenzahl in NRW sinkt weiter - Trend soll vorerst anhalten

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Düsseldorf - Die stabile Konjunktur mit kräftiger Nachfrage nach neuen Beschäftigten sorgt weiter für Entspannung am Arbeitsmarkt: Im Mai lag die Arbeitslosenzahl in Nordrhein-Westfalen bei gut 702.000 Menschen und damit um mehr als drei Prozent unter dem Vorjahreswert, wie die Arbeitsagentur NRW am Mittwoch mitteilte. Die NRW-Arbeitslosenquote fiel im Jahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent.

Bis in den Juli werde die Arbeitslosenzahl voraussichtlich weiter zurückgehen, sagte die Leiterin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld, voraus. Der Bedarf an neuen Mitarbeitern sei landesweit weiter hoch: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wuchs auf knapp 6,7 Millionen Menschen (Stand März 2017). 

Fast 150.000 offene Stellen verzeichneten die NRW-Arbeitsagenturen im Mai, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Belebung im Frühjahr sei zwar saisonal üblich, sagte die Arbeitsagentur-Chefin, die Zahlen würden aber bei der Betrachtung eines längeren Zeitraums durchaus aussagekräftig: Schon seit Anfang 2014 gehen die Arbeitslosenzahlen - mit den üblichen saisonalen Schwankungen - in der Gesamtbetrachtung zurück. 

Der positive Trend umfasst alle Regionen des Landes. Allerdings liegt das Ruhrgebiet mit knapp 248.000 arbeitslos gemeldeten Menschen und einer Arbeitslosenquote von 10,3 Prozent weiter deutlich über dem Landesschnitt. 

Außerdem schlössen in der zweiten Jahreshälfte zahlreiche geflüchtete Menschen in NRW ihre Sprach- und Orientierungskurse ab. Dann würde neue Angebote für sie gebraucht. Aktuell erfasst die Statistik gut 54.000 arbeitslose Flüchtlinge. - dpa

Quelle: wa.de

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