Anti-Islam-Demo am Montag in Düsseldorf

DÜSSELDORF - Am Montag werden in Düsseldorf tausende Menschen erwartet. Die rechtsextreme Partei Pro NRW ruft zu einer Anti-Islam-Kundgebung auf. Die SPD fordert zur Teilnahme an zwei Gegendemonstrationen auf.

Zu drei Demonstrationen werden am Montag in Düsseldorf mehrere tausend Menschen erwartet. Unter ihnen sollen auch rechts- und linksextreme Gruppen sein. Vor dem Landtag ist eine Anti-Islam-Kundgebung ("Düsseldorfer gegen die Islamisierung des Abendlandes") angemeldet, zu der unter anderem die rechtsextreme Partei Pro NRW aufruft.

Gegen diesen Aufmarsch sind zwei Gegendemonstrationen angemeldet. Zur Kundgebung vor dem Landtag erwartet die Polizei bis zu 2000 Menschen. Zu den Gegendemonstrationen werden etwa 1000 Menschen erwartet.

Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler appellierte, sich friedlich zu verhalten. "Wir werden Straftaten und jede Form von Gewalt konsequent verfolgen." Die Polizei werde nach derzeitigem Stand mit mehreren Hundertschaften vor Ort sein, sagte ein Sprecher am Freitag.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (beide SPD) riefen zur Teilnahme an einer der Gegendemonstrationen auf. Die Anti-Islam-Demonstration setze auf Vorurteile und Desinformation. Sie versuche, Ängste zu schüren und diese für politische Zwecke zu benutzen. Düsseldorf setze sich geschlossen für Toleranz, Integration und gegen Ausländerfeindlichkeit ein. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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