Neue Informationen: So schnell soll der Audi-Fahrer gewesen sein

Horror-Unfall auf der A44: Verursacher bei 160 km/h abgelenkt - Frau tot

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Der Audi bohrte sich förmlich in den vorausfahrenden Ford Fiesta. Die Fahrerin des Wagens starb.

Horror-Unfall am Samstagabend auf der A44 bei Anröchte. Ein Autofahrer war - abgelenkt von seinem Navi - ungebremst in den vor ihm fahrenden Wagen gekracht. Die Frau, die vor dem abgelenkten Fahrer fuhr, wurde bei dem Unfall getötet.

Anröchte - Auf der A44 zwischen den Anschlusstellen Erwitte/Anröchte und Geseke hat sich in Fahrtrichtung Kassel am Samstagabend ein tödliches Unfalldrama abgespielt. Gegen 19.25 Uhr wurden die Rettungskräfte auf die Autobahn gerufen: Wenige Momente zuvor war ein 41 Jahre alter Audi-Fahrer aus Polen ungebremst auf der rechten Fahrspur in den vor ihm fahrenden Ford Fiesta einer 50-jährigen Rumänin aus Salzkotten gekracht. Gegenüber der Autobahnpolizei hatte der Audi-Fahrer ausgesagt, im Moment der Kollision von seinem Navigationssystem abgelenkt gewesen zu sein.

Unfall auf der A44: Bei 160 km/h nicht auf die Fahrbahn geschaut

Der 41-Jährige habe angegeben, bei rund 160 km/h kurzzeitig nicht auf die Fahrbahn geguckt zu haben. Den Wagen des Unfallverursachers stellten die Beamten für die weiteren Ermittlungen sicher.

Unfall auf der A44: Fahrerin ohne Vitalfunktionen

Der Audi bohrte sich förmlich von hinten in den Kleinwagen, der laut Polizei mit "deutlich geringerer Geschwindigkeit" unterwegs gewesen war. "Der Ford schleuderte gegen die Seitenschutzplanke, kippte zur Seite und wieder zurück und blieb schlussendlich erheblich beschädigt auf dem Seitenstreifen liegen", schilderte Polizeisprecher Oliver Peiler.

Der Ford Fiesta wurde stark deformiert.

Die Fahrerin des Fiestas erlitt tödliche Verletzungen. "Als wir angekommen sind, war die Frau in ihrem Wagen eingeklemmt - es waren keine Vitalfunktionen feststellbar", schilderte Rafael Schmidt, Leiter der Feuerwehr Anröchte.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein Rad des Ford abgerissen und weggeschleudert. Die Einsatzkräfte mussten es suchen und sicherstellen, dass es nicht auf die Gegenfahrbahn geflogen war.

Die Einsatzkräfte entschieden, die Frau mit einer "Sofortrettung" aus ihrem völlig zerstören Unfallwrack zu befreien. Nach knapp unter fünf Minuten war sie mit schwerem hydraulischen Gerät befreit worden und konnte sofort an den Rettungsdienst übergeben werden. Dieser startete umgehend mit der Reanimation, die zunächst Erfolg hatte. Die 50-Jährige wurde in ein Krankenhaus nach Soest gebracht, dort konnten die Ärzte ihr Leben trotz einer Notoperation nicht retten. Sie verstarb noch am späten Samstagabend im Krankenhaus.

Der Fahrer des Audis blieb körperlich unverletzt.

"Die Kombination aus Ablenkung und einer hohen Geschwindigkeits-Differenz der beiden Fahrzeuge haben zu diesem Unfall geführt", erklärte die Polizei vor Ort. Wie durch ein Wunder blieb der Unfallverursacher - zumindest körperlich - unverletzt. Er kam dennoch mit einem Schock ins Krankenhaus.

Unfall auf der A44: Rettungskräfte mit Großaufgebot im Einsatz

Im Einsatz waren der Rettungsdienst des Kreises Soest, die Autobahnpolizei Dortmund und der Löschzug Anröchte mit fünf Fahrzeugen und rund 25 Feuerwehrleuten. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf etwa 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt.

Schwerer Unfall auf der A44: Verursacher von Navi abgelenkt - Frau in Lebensgefahr

Die Autobahn musste zwischenzeitlich voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Erwitte/Anröchte abgeleitet.

Es ist bereits der zweite tödliche Verkehrsunfall in dieser Woche im Kreis Soest. Am Donnerstag verstarb ein junger Autofahrer nach einer Frontalkollision auf der B1.

Quelle: wa.de

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