Wegen Anschlags-Vorbereitung

Anklage gegen mutmaßlichen Islamisten aus Lippstadt

+

Dortmund/Lippstadt - Die Dortmunder Staatsanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Islamisten wegen der Vorbereitung eines Anschlags angeklagt. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch.

Ob die Anklage zugelassen wird und wann dann ein Prozess beginnt, muss das Dortmunder Landgericht entscheiden. 

Das soll nach Angaben eines Gerichtssprechers in den nächsten Wochen geschehen. 

WDR und "Bild"-Zeitung haben über den Fall berichtet. Der 21-Jährige aus Lippstadt sitzt bereits in Untersuchungshaft. 

Er war nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft seit längerem als Gefährder eingestuft und observiert worden. 

Zuvor hatte er nach Syrien reisen wollen, wurde jedoch in der Türkei gestoppt und zurückgeschickt. Anfang Februar wurde er nach dem Kauf einer Armbrust festgenommen, musste aber zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt werden, da die Waffe frei verkäuflich war. 

Allerdings stießen die Ermittler bei Nachforschungen und der Durchsuchung seines Zimmers auf verdächtiges Material, so dass es schließlich für einen Haftbefehl reichte. Unter anderem wurden laut Gerichtssprecher ein USB-Stick mit einer Anleitung zum Bombenbau und Gegenstände gefunden, die für den Bau eines Sprengkörpers genutzt werden können. Sprengstoff selbst wurde nicht entdeckt. 

Der junge Mann soll sich nach diesen Angaben früher im Umfeld des inhaftierten Islamistenführers Abu Walaa bewegt haben, zu dem auch der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri gehörte. Der genaue Vorwurf der Anklage lautet Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. 

Ein konkretes Anschlagsziel haben die Ermittler nicht herausgefunden. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare