Anklage gegen Ex-Landgestüts-Spitze wegen Vorteilsnahme erhoben

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Wegen Vorteilsnahme hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die ehemalige Spitze des landeseigenen Pferdezucht-Gestüts in Warendorf erhoben.

Warendorf - Wegen Vorteilsnahme hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage gegen die ehemalige Spitze des landeseigenen Pferdezucht-Gestüts in Warendorf erhoben. Die Anklage richte sich gegen die ehemalige Leiterin des Landgestüts, ihren früheren Stellvertreter sowie den damaligen Hauptausbilder, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Warendorfer Amtsgericht entscheiden.

Den Angeschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, 2013 und 2014 mit ihren Ehepartnern zu einem Turnier in Katar gereist zu sein. Die Kosten in Höhe von 49 000 Euro soll eine katarische Reitsporteinrichtung übernommen haben, zu der das Gestüt eine geschäftliche Beziehung unterhielt. Das zuständige NRW-Landwirtschaftsministerium habe von den Reisen allerdings nichts gewusst.

Zudem sollen die Angeschuldigten im August 2013 eine Gesellschaft gegründet haben, um an der Beziehung des Landgestüts mit der Reitsporteinrichtung in Katar privat zu verdienen. Als weitere Vorwürfe stehen laut Anklage auch Betrug und Untreue im Raum. 

Nach Bestechlichkeitsvorwürfen hatte die Landesregierung die drei leitenden Beschäftigten des Gestüts im März fristlos entlassen. Parallel zu dem strafrechtlichen Verfahren laufen auch Prozesse vor dem Arbeitsgericht. 

Warendorf gilt weltweit als Vorzeigegestüt für die Nachzucht von Pferden. Aufgabe seit seiner Gründung sei es, Pferdezüchtern genetisch interessante Deckhengste zur Verfügung zu stellen, heißt es auf der Internetseite des Zuchtbetriebs. - dpa

Quelle: wa.de

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