Angestellte der Deutschen Post weiten Streiks aus

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Die Postangestellten wehren sich gegen die Zerschlagung des Zustellnetzes.

Düsseldorf - Die Streiks bei der Deutschen Post AG in Nordrhein-Westfalen werden am Mittwoch ausgeweitet. Betroffen sind Zustellbezirke in Köln, Bornheim, Bad Neuenahr, Adenau, Duisburg, Essen, Mülheim, Aachen, Düren, Kerpen, Brühl, Münster, Coesfeld, Rheine, Dülmen, Steinfurt, Ahaus und Gronau. Lünen, Castrop-Rauxel, Lippstadt, Soest, Düsseldorf, Siegen, Herford, Lippe, Lage und Bielefeld.

Die 750 Streikenden wollen zu einer Großkundgebung mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske vor der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main fahren. Dort findet die Aktionärsversammlung der Deutschen Post AG  statt. „Den Aktionären hat der Postvorstand bis 2020 jährlich acht Prozent mehr Gewinn in Aussicht gestellt.

Die Rechnung sollen die Beschäftigten zahlen, indem das anerkannt leistungsfähige Zustellnetz zerschlagen werden soll. Gegen diese Vorgehensweise wehren wir uns, denn das ist keine nachhaltige Unternehmenspolitik“, erklärte der nordrhein-westfälische ver.di-Fachbereichsleiter der Postdienste, Uwe Speckenwirth.

Der Konzern gründete entgegen einer schriftlichen Vereinbarung zu Beginn des Jahres zusätzliche Firmen, um die Tariflöhne auf breiter Front abzusenken. ver.di forderte daraufhin einen Vertrag zur Verkürzung der Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden. Dadurch sollen Zugeständnisse der Beschäftigten kompensiert werden, denen sie vor dem Vertragsbruch zum Schutz vor der Gründung eben solcher Firmen zugestimmt hatten.

Ein angebotener Kündigungsschutz bis 2018 sei wertlos, „weil die Post schon ab nächstes Jahr freie Hand für die Gründung von billigeren Konkurrenz-Unternehmen im eigenen Haus haben will. Damit wäre der Kündigungsschutz hinfällig“, sagte Uwe Speckenwirth.

Bislang gab es zwischen ver.di und der Deutschen Post AG fünf Verhandlungsrunden. Die nächste Runde ist am 1. und 2. Juni in Berlin

Quelle: wa.de

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