"Alle für Kalle":

Demonstranten wollen Zwangsräumung verhindern

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KÖLN - Mit einer Kombination aus Straßenfest und Kundgebung haben Anwohner am Mittwochmorgen in Köln gegen die Zwangsräumung einer Wohnung protestiert. Es geht um den Mieter Kalle Gerigk, der schon seit 32 Jahren in einer kleinen Dachwohnung in der Innenstadt lebt.

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Bezahlbarer Wohnraum ist in allen großen Städten ein Thema. In Köln wollen Demonstranten am Mittwoch (8.00 Uhr) die Zwangsräumung einer Wohnung verhindern. Der Eigentümer hat dem Mieter Kalle Gerigk (54), der dort schon seit 32 Jahren wohnt, gekündigt. Am ersten Räumungstermin im Februar hatten sich mehr als 100 Demonstranten eingefunden, woraufhin die Polizei von der Räumung absah.

Mieter Kalle Gerigk.

"Unser Protest richtet sich gegen die Verdrängung von Mietern durch Mieterhöhungen, Luxussanierungen und Zwangsräumungen", teilte die Initiative "Recht auf Stadt" mit. Unter dem Motto "Alle für Kalle" haben die Solidaritätsbekundungen für den beliebten Mieter ein breites Echo in sozialen Netzwerken und Medien gefunden - bis hin ins außereuropäische Ausland.

Gerigk sagte der dpa, er wolle nicht aus der Kölner Innenstadt in einen Randbezirk ziehen: "Das ist mein Zuhause, hier möchte ich weiterleben." Er werde dem Gerichtsvollzieher am Mittwoch aber seinen Hausschlüssel freiwillig aushändigen, sofern dieser sich tatsächlich einen Weg bis in seine Wohnung bahnen könne. - lnw

Quelle: wa.de

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