Zugführer droht mit Zwangsräumung im überfüllten ICE

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BIELEFELD/DÜSSELDORF - Ein überfüllter ICE der Deutschen Bahn hat am Sonntag auf der Strecke Berlin - Köln für Unmut unter den Reisenden gesorgt. Der Zugführer hatte vor dem regulären Halt des Schnellzugs um 14.20 Uhr in Bielefeld mit einer Zwangsräumung gedroht.

Nach Angaben eines Bahn-Sprechers ist es aber nicht dazu gekommen. "In Bielefeld sind genug Fahrgäste ausgestiegen. Zuvor war der Zug aber zu voll und die Türen waren mit Koffern und Kinderwagen blockiert. In solchen Fällen und ab einer Belegung von 200 Prozent besagt unsere interne Regelung, dass die Zugführer reagieren müssen."

Der Zugführer des ICE 940/950 hatte die Bahnpolizei in Bielefeld vorab informiert. Die habe aber nicht mehr eingreifen müssen, so der Sprecher. "Natürlich ist das ärgerlich. Die Kunden, die in Bielefeld ausgestiegen sind und auf einen späteren Zug ausgewichen sind, bekommen von uns einen 25-Euro-Kulanzgutschein", erklärt Dirk Pohlmann von der Bahn in Nordrhein-Westfalen.

Hier sei auf der viel genutzten Strecke zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet hinzugekommen, dass wegen des langen Wochenendes nach dem Tag der Deutschen Einheit und dem Start der Herbstferien in drei Bundesländern noch mehr Reisende unterwegs waren. "Wenn Züge voll sind, weisen wir die Kunden im Internet daraufhin hin und appellieren, diese Angebote nur mit Reservierung zu nutzen." - dpa

Quelle: wa.de

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