Abwahl-Verfahren um OB Sauerland am 12. Februar

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Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) will sich dem Bürgerbegehren zu seiner Abwahl stellen.

DUISBURG - Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) droht wegen der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten die Abwahl. Der Stadtrat legte am Donnerstag in einer Sondersitzung den 12. Februar als Termin für das von einer Bürgerinitiative durchgesetzte Abwahlverfahren fest.

Stimmen mindestens 92 000 Wahlberechtigte gegen den CDU-Politiker, verliert er sein Amt. Die Entscheidung des Stadtrats fiel nach Angaben eines Stadtsprechers einstimmig. Bei einer Massenpanik kamen am 24. Juli 2010 bei der Technoparade 21 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Sauerland ist noch bis zum Herbst 2015 gewählt. Nach der Ratsentscheidung erklärte er: „Ich stelle mich dem Verfahren. Ich werde das Wählervotum akzeptieren und hoffe, dass es meine Gegner auch tun.“ Einen Rücktritt hatte Sauerland stets abgelehnt. In seiner schriftlichen Stellungnahme beklagte er sich darüber, dass schon im Kommunalwahlkampf 2009 „auch mit Verunglimpfungen und Gerüchten Stimmung gegen mich gemacht wurde“.

Die nötige Stimmenzahl für eine Abwahl gilt als hohe Hürde. Die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ ist aber zuversichtlich, ihr Ziel zu erreichen. „Es gibt ein breites Bündnis mit Kirchen, Gewerkschaften und Parteien gegen Sauerland“, sagte Theo Steegmann, einer ihrer Sprecher. „Ihm wird der Wind ordentlich ins Gesicht blasen.“ Die Initiative hatte fast 80 000 Unterschriften für die Abwahl gesammelt. Die Stadtverwaltung erkannte zwar nur 68 000 Unterschriften als gültig an, doch diese Zahl reichte, um das Verfahren zu starten. - dpa

Quelle: wa.de

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