Abkehr vom Turbo-Abi: Landesregierung stellt Eckpunkte vor

Düsseldorf - Die NRW-Landesregierung will am Dienstag eine wegweisende Entscheidung treffen: Wie gestaltet sie den Weg zurück zu neun Jahren Gymnasium bis zum Abitur? Schüler, Eltern und Lehrer erwarten mit Spannung die Antworten.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wird nach dem Kabinettsbeschluss Grundzüge des Gesetzentwurfs vorstellen.

Die neue Regierung reagiert mit der Kehrtwende auf jahrelange Proteste von Eltern gegen das "Turbo-Abitur".

Angekündigt wurde bereits, dass die Abkehr vom "Turbo-Abi" nach nur acht Schuljahren (G8) zum Schuljahr 2019/20 eingeleitet werden soll, beginnend mit den Jahrgängen 5 und 6.

Gymnasien sollen bei G8 bleiben dürfen

Gymnasien, an denen G8 gut läuft, sollen dabei bleiben dürfen. Offen sind dagegen noch zahlreiche Details - etwa zum Start der zweiten Fremdsprache, zur Ausgestaltung der Stundentafeln oder zur Frage, unter welchen Bedingungen Gymnasien ihre Entscheidung, an G8 festzuhalten, später revidieren könnten.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer

Dies wird nicht im Schulgesetz geändert, sondern in den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. Auch dazu will die Ministerin erste Eckpunkte erläutern. Die Schulzeitverkürzung mit "Turbo-Abitur" nach nur acht Jahren Gymnasium war in NRW zum Schuljahr 2005/06 von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung eingeführt worden.

Turbo-Abi fehlt die breite Akzeptanz

Zuvor hatten sich aber alle Landtagsparteien generell für eine Verkürzung der Schulzeit ausgesprochen, allerdings mit unterschiedlichen Vorstellungen, in welcher Stufe gekürzt werden sollte.

Die Umsetzung war vielfach als überhastet und chaotisch kritisiert worden. Trotz zahlreicher Nachbesserungsversuche fand die Reform nie breite Akzeptanz. Auch in vielen anderen Bundesländern ist seit Jahren über G8 und G9 gestritten worden.

Quelle: wa.de

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