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Lkw-Unfall auf A445: 20 Tonnen Schotter im Kreuz Werl - schwierige Aufräumarbeiten

Auf der A445 verunglückte am Montagnachmittag ein Lkw.
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Auf der A445 verunglückte am Montagnachmittag ein Lkw.

Auf der A445 hat sich im Bereich des Autobahnkreuzes Werl ein schwerer Lkw-Unfall ereignet. Die Bergungsmaßnahmen nahmen viel Zeit in Anspruch.

Update vom 13. Juli, 12 Uhr: Der 57-jährige Lkw-Fahrer aus Drensteinfurt war den ersten Zeugenangaben zufolge gegen 16.15 Uhr mit seinem Fahrzeug in Richtung Hamm unterwegs. „Zwischen der Anschlussstelle Wickede und dem Kreuz Werl geriet der Kipplaster - offenbar aufgrund eines Reifenplatzers - ins Schleudern. Er kollidierte links mit der Betongleitschutzwand, der Anhänger kippte um und das Fahrzeug blieb mittig der Richtungsfahrbahn liegen. Einige der Fahrzeugtrümmer verteilten sich auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Arnsberg“, berichtete Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt am Dienstag.

Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten auf der Fahrbahn Richtung Hamm bis ca. 23.20 Uhr an. Der Verkehr wurde währenddessen über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. Der linke Fahrstreifen in Richtung Arnsberg konnte
gegen 18.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Update vom 13. Juli, 7.33 Uhr: Nach stundenlanger Sperrung konnte die A445 in der Nacht wieder freigegeben werden. Die Ursache für den schweren Unfall am Autobahnkreuz Werl steht noch nicht fest. Der Fahrer des Lkw, der mit 20 Tonnen Schotter umkippte, wurde nach Angaben der Polizei Dortmund leicht verletzt.

AutobahnA445
Streckevon Werl bis Arnsberg (Übergang zur A46)
Länge13 km

Unfall auf der A445 im Kreuz Werl: Lkw mit 20 Tonnen Schotter kippt um

Update vom 12. Juli, 23.06 Uhr: Laut Feuerwehr Werl hatte der Lkw insgesamt 20 Tonnen Schotter geladen. Die Steine mussten per Radlader abgeladen werden. Zudem mussten wegen des Diesels beide Fahrbahnseiten der A445 gereinigt werden. Die Aufräumarbeiten nach dem Unfall am Autobahnkreuz Werl zogen sich bis in den späten Abend und sorgten für lange Staus im Kreuz Werl.

[Erstmeldung] Werl - Nach ersten Informationen handele es sich um einen Alleinunfall eines Lkw, der sich gegen 16.20 Uhr auf der A445 im Kreuz Werl ereignet hat: Ein mit Kies beladener Lkw soll in Fahrtrichtung Werl gegen die Betonschutzwand gefahren sein, die beide Fahrtrichtungen der A445 voneinander trennt.

Der Lkw sei auf die Seite gekippt, der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall nach ersten Einschätzungen schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Weitere Beteiligte oder Verletzte gebe es nach aktuellen Erkenntnissen nicht, hieß es von der Feuerwehr.

A445: Schwerer Lkw-Unfall im Kreuz Werl: Ersthelfer löschen brennenden Lkw

Ersthelfer hätten laut Karsten Korte, Leiter der Feuerwehr Werl, einen immens wichtigen Job gemacht: Denn nach Zeugenaussage hätte der Lkw im Anfangsstadium gebrannt. Die Ersthelfer griffen zum Pulverlöscher und verhinderten, dass sich das Feuer ausbreiten konnte.

Es kommt zu großen Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn.

Karsten Korte, Leiter der Feuerwehr Werl, berichtete, dass es auf der Autobahn A445 nach dem Unfall „wie auf einem Schlachtfeld“ aussehe. Demnach sei „alles voller Schotter“. Zudem sei der Dieseltank des Lkw durch den Zusammenstoß komplett aufgerissen. Der Diesel habe sich großflächig verteilt, auch die Gegenfahrbahn in Richtung Arnsberg sei betroffen. „Auch auf der Gegenfahrbahn sind Einheiten von uns im Einsatz und sichern die Unfallstelle“, so Karsten Korte. Weil der Diesel auch auf die andere Fahrbahnseite gespritzt sei, komme es in beide Fahrtrichtungen zu Verkehrsbehinderungen.

„Die Gegenfahrbahn ist derzeit einspurig gesperrt“, so Korte. Die Fahrbahn, auf der der Lkw unterwegs gewesen war, sei aktuell voll gesperrt. Man sei jedoch bemüht, dass der Verkehr möglichst schnell einspurig an der Unfallstelle vorbeifließen könne.

Neben dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW und einer Bergungsfirma sei auch die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest angefordert worden, berichtete Korte.

Gegen die Planung zum Weiterbau der Autobahn A445 zwischen Hamm und Werl sind beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig inzwischen drei Klagen eingegangen. Im April war ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der A445 gestorben.

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