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Metallteil reißt Tank auf: Lkw havariert auf der A44 - Polizei zieht Gaffer aus dem Verkehr

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Von: Daniel Schröder

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In Wannen wurde der Kraftstoff aufgefangen.
In Wannen wurde der Kraftstoff aufgefangen. © Feuerwehr Werl

Kleine Ursache, große Wirkung: Auf der A44 zwischen Soest und Werl riss am Montagmorgen der Tank eines Lkw auf. Der Stau zog sich über mehrere Kilometer. Die Polizei zog Gaffer aus dem Verkehr.

Werl - Um 6 Uhr wurde die Feuerwehr Werl am Montagmorgen auf die Autobahn A44 zwischen Soest und Werl gerufen: In Fahrtrichtung Dortmund hatte der Fahrer eines Lkw plötzlich bemerkt, dass der Tank seiner Zugmaschine beschädigt war. Offenbar habe sich ein Metallteil in den Tank gebohrt und so zu dem Leck geführt, hieß es.

120 Liter Diesel liefen laut Karsten Korte, Leiter der Feuerwehr Werl, ins Erdreich. Deshalb wurde die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest zur Einsatzstelle gerufen, die wiederum die Autobahnmeisterei beauftragte, den Rand der Autobahn auszubaggern, um das kontaminierte Erdreich fachgerecht zu entsorgen.

Lkw havariert auf der A44: Feuerwehr pumpt 400 Liter Diesel um

Die Feuerwehr, die mit fünf Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften eines Löschzugs aus der Stadtmitte vor Ort war, fing den auslaufenden Diesel zunächst mit Wannen auf und dichtete den Tank mit einem Spanngurt und Dichtmaterial ab. Die „Sondergruppe Öl“, die mit IBC-Behältern zur Einsatzstelle ausgerückt war, pumpte den restlichen Kraftstoff - rund 400 Liter - aus dem Tank.

Die Feuerwehr Werl war mit fünf Fahrzeugen im Einsatz.
Die Feuerwehr Werl war mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. © Feuerwehr Werl

Wegen der Bergungsmaßnahmen war die Autobahn im Bereich der Anschlussstelle Werl-Süd nur einspurig befahrbar. Die Autobahn-Auffahrt Werl-Süd in Richtung Dortmund war indes voll gesperrt. Laut Angaben der Autobahnpolizei staute sich der morgendliche Berufsverkehr auf bis zu sieben Kilometer Länge.

Langer Stau auf A44: Polizei zieht Gaffer aus dem Verkehr

Weil manche Autofahrer „für eine bessere Sicht“ mit sehr geringer Geschwindigkeit an der Unfallstelle vorbeifuhren und den Verkehrsfluss dadurch behinderten, zog die Polizei sie aus dem Verkehr. Ob es dabei bei einem „klärenden Bürgergespräch“ blieb, oder ob Anzeigen gegen die Gaffer geschrieben wurden, ist noch nicht klar.

Für die Feuerwehr war der Einsatz nach drei Stunden gegen 9 Uhr beendet. Der Lkw wurde gegen 9.30 Uhr von einer Fachfirma geborgen.

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