Autobahn kurzzeitig gesperrt

A2: Sperrung nach medizinischem Notfall verursacht mehrere Unfälle

Das Auto hatte sich nach dem Aufprall überschlagen. Die Feuerwehr stellte den Wagen wieder auf die Räder.
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Das Auto hatte sich nach dem Aufprall überschlagen. Die Feuerwehr stellte den Wagen wieder auf die Räder.

Auf der A2 bei Gütersloh ist es am Samstag zu mehreren Unfällen gekommen. Grund war das Stauende infolge einer kurzzeitigen Sperrung wegen eines medizinischen Notfalls.

[Update] Gütersloh - Gleich drei Mal mussten am Samstag Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf die A2 fahren: Zunächst hatte ein Rollerfahrer einen medizinischen Notfall erlitten und stürzte. Aufgrund der Vollsperrung kam es zum Rückstau bis zur Raststätte Gütersloh. Das A2 erkannte ein Autofahrer aus Bielefeld zu spät, er überschlug sich mit seinem Auto.

AutobahnA2
Länge486 km
Gebaut5. April 1936

A2: Mehrere Unfälle im Bereich Güterlos nach medizinischem Notfall eines Rollerfahrers

Der Rollerfahrer - ein 59-jähriger Bielefelder - war um 14.18 Uhr mit seiner Piaggio auf der Richtungsfahrbahn Hannover unterwegs, als er im Bereich der Anschlussstelle Gütersloh einen medizinischen Notfall erlitten und die Gewalt über das Zweirad verloren hatte. Er stürzte, glücklicherweise kam es auf der Schnellstraße zu keiner Kollision mit einem Fahrzeug. Die nachfolgenden Fahrzeugführer hatten die unsichere Fahrweise des Zweiradfahrers rechtzeitig erkannt und verlangsamten ihre Fahrt, sodass sie nach dem Sturz rechtzeitig abbremsen konnten.

Ein zufällig vor Ort anwesender Notarzt kümmerte sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um den Verletzten. Das Notarzteinsatzfahrzeug aus Harsewinkel, das gerade in Gütersloh einen Patienten abgegeben hatte, wurde alarmiert - dazu ein Rettungswagen und der Löschzug Spexard zur Absicherung der Einsatzstelle.

Mehrere Unfälle auf der A2: Autobahn kurzzeitig komplett gesperrt

Der Mann musste aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes auf die Intensivstation eines Gütersloher Krankenhauses eingeliefert werden. Während der Rettungsarbeiten war die A2 in Richtung Osten komplett gesperrt. Der Schaden wird auf rund 1500 Euro beziffert.

Die Fahrzeuge stauten sich auf etwa fünf Kilometern Länge, als um 15.13 Uhr in Höhe der Zufahrt zur Rastanlage Gütersloh-Süd der 56-jährige Fahrer eines Seat Leon aus Bielefeld auf der linken der drei Fahrspuren das Stauende vermutlich zu spät erkannte.
Der Mann versuchte nach Polizeiangaben noch, durch eine Vollbremsung und durch ein Ausweichmanöver einen Zusammenprall zu vermeiden, kollidierte aber dennoch mit einem Kia Ceed auf der mittleren Fahrspur und einem Ford Transit.

Der Aufprall auf das Hinterrad des Kia wirkte für den Seat wie eine Schanze, der Wagen überschlug sich anschließend mehrfach. Dabei prallte das auf dem Dach schleudernde Fahrzeug noch gegen das Heck des Transit. Der Fahrer und seine Beifahrerin (55) wurden durch die Karambolage ebenso leicht verletzt wie die Fahrerin (66) des Kia aus Herford. Der 50-jährige Fahrer des Transit aus Düsseldorf blieb unverletzt. Die Löschzüge Wiedenbrück und Rheda wurden zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person alarmiert, ferner das Notarzteinsatzfahrzeug aus der Doppelstadt und mehrere Rettungswagen.

Unfälle auf der A2: Insgesamt hoher Sachschaden an drei Fahrzeugen

Nach Angaben der Feuerwehr war niemand in einem der Fahrzeuge eingeklemmt, die Verletzten konnten nach einer ersten Behandlung an der Unfallstelle in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Nach einer kurzzeitigen Vollsperrung konnten die Fahrzeuge später die Unfallstelle auf der A2 über den Seitenstreifen und die Parallelfahrbahn der Raststätte passieren.

Der Schaden an den drei Fahrzeugen, die alle nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten, schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro. Auch hier kam es wiederum zu einem drei Kilometer langen Rückstau, der bis ins Kreuz Rheda-Wiedenbrück reichte. Nach rund 90 Minuten waren alle Verkehrshindernisse beseitigt.

A2: Dritter Unfall in Richtung Hannover - Person verletzt

Gegen 16.08 Uhr ereignete sich kurz vor der Brücke unter der Neuenkirchener Straße ein weiterer Unfall mit einer verletzten Person auf der Richtungsfahrbahn Hannover. Ursächlich war nach Polizeiangaben der noch nicht aufgelöste Stau des Roller-Unfalls. Hier kam es zu einem Auffahrunfall auf dem mittleren Fahrstreifen. Ein 23- jähriger Mazda-Fahrer aus dem Kreis Lippe erkannte das Stauende zu spät und fuhr auf einen vor ihm stehenden VW aus dem Kreis Limburg an der Lahn auf. Dabei wurde die 50-jährige Beifahrerin des VW leicht verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 3000 Euro geschätzt.

Zu einem kuriosen Vorfall kam es auf der A44. Dort attackierte ein Lkw-Fahrer einen anderen. Weil er ihn nicht überholen ließ, schleuderte der Mann einen Hammer aus dem Fenster. Ein Unfall ereignete sich am Samstag auch auf der A45. Dort sind zwischen Drolshagen und Olpe zwei Autos zusammengestoßen. Dabei wurden zwei Personen verletzt.

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