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9-Euro-Ticket für Studenten: So planen Unis die Erstattung für Semestertickets

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Von: Daniel Großert

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Vom 9-Euro-Ticket sollen alle Menschen in NRW und Deutschland profitieren - auch Studenten. Aber wie funktioniert die Verrechnung mit dem Semesterticket? Die Pläne der Unis.

Hamm - Das 9-Euro-Ticket ist schon vor dem offiziellen Start am 1. Juni der absolute Verkaufsschlager. Hunderttausende Menschen haben die vergünstigte Monatskarte zum Verkaufsstart bereits erworben und sorgten für großen Andrang in Bahnhöfen und Kundencentern. Studenten konnten sich den Weg zu einer Verkaufsstelle sparen, schließlich soll ihr Semesterticket die Leistungen umfassen. Aber wie läuft die Erstattung der Preisdifferenz zwischen beiden Fahrkarten?

9-Euro-Ticket für Studenten: So planen die Unis die Erstattung des Semestertickets

Wer an einer Universität in Nordrhein-Westfalen studiert, bezahlt mit seinem Semesterbeitrag auch das sogenannte Semesterticket. Damit können Studenten für die Dauer des Semesters (sechs Monate) den öffentlichen Nahverkehr in ganz NRW nutzen. In den Genuss dieses Angebots kann nun jeder Bürger in Deutschland kommen - und das sogar zu einem sehr günstigen Preis: neun Euro kostet das Ticket, mit dem man von Juni bis August einen Monat lang in ganz Deutschland Bus und Bahn fahren kann. Seit dem 23. Mai ist das 9-Euro-Ticket bundesweit im Verkauf.

Aber auch Studenten sollen vom 9-Euro-Ticket, das allerdings nur im Nahverkehr und nicht im ICE gilt, profitieren. Schließlich zahlen sie für ihr Semesterticket bislang zwischen 150 und 200 Euro für sechs Monate - und damit deutlich mehr als die neun Euro, die die befristet vergünstigte Monatskarte aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung kostet.

9-Euro-Ticket: So viel Geld sollen Studenten erstattet bekommen.

Eine klare Regelung, wie die Differenz erstattet werden soll, gibt es aber noch nicht. Die meisten Universitäten in NRW befinden sich aktuell in der Planung, wie die Erstattung vollzogen werden soll, berichtet 24RHEIN. Dass Studenten Geld zurückbekommen sollen, ist demnach bei den meisten Unis klar. Wie das Ganze vonstatten gehen soll, dagegen noch nicht.

„Wir erarbeiten zurzeit gemeinsam mit der Rheinbahn und dem Asta eine möglichst unbürokratische, digital unterstützte Lösung für die Rückzahlung“, erklärte beispielsweise ein Sprecher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Laut dem Asta-Vorsitzenden der Bergischen Universität in Wuppertal müsse vor allem noch geklärt werden, wer für die Erstattungen der Differenz zwischen Semester- und 9-Euro-Ticket zuständig ist, wie sie technisch umgesetzt werden und wer die Kosten dafür trägt.

Wie hoch die Erstattung letztlich ausfällt, hängt wahrscheinlich davon ab, welchen Preis die Studenten an ihrer Universität für das Semesterticket zahlen. Ausgehend davon kann die Differenz zum 9-Euro-Ticket errechnet werden. So sollen die Studenten der RWTH Aachen nach Angaben des Asta rund 70 Euro zurückbekommen. Die Ruhr-Universität Bochum geht von knapp 80 Euro aus - ebenso wie die Uni in Wuppertal.

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