39-Jähriger fährt in Münster durch Schützenumzug

MÜNSTER - Ein 39-jähriger Autofahrer aus Münster hat am Sonntagmittag Sicherungsposten bei einem Schützenumzug ignoriert. Er fuhr an einer Schlange wartender Autos vorbei und durch eine Lücke im Umzug auf die anderen Straßenseite. Dabei verletzte er einen Mann, der sich in den Weg gestellt hat.

Bei dieser Meldung wurden Erinnerungen wach an den 19. Juli 2009. An diesem Sonntag war ein älterer Mann mit seinem Wagen in den Festzug der Schützenbruderschaft St. Hubertus Menden-Nord gerast, drei Menschen waren gestorben und mehr als 50 zum Teil schwer verletzt worden.

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Zurück zum Vorfall aus Münster:

Hier befuhr der 39-Jährige um 13.25 Uhr den Rüschhausweg in Fahrtrichtung stadtauswärts. Kurz vor der Hensenstraße musste er sein Fahrzeug anhalten, da zu diesem Zeitpunkt ein Schützenumzug den Rüschhausweg überquerte.

Zu diesem Zweck hatten Ordner, die mit einer leuchtend roten Warnweste und mit einer rot-weißen Fahne ausgestattet waren, den Verkehr angehalten. Da dies dem 39-Jährigen offensichtlich zu lange dauerte, fuhr er an der wartenen Autoschlange vorbei.

Als sich im Umzug eine kleine Lücke abzeichnete, versuchte er diese zu nutzen. Die Haltezeichen des Sicherungsposten ignorierte er dabei.

Als sich ihm auf der anderen Seite des Umzugs ein weiterer Sicherungsposten in den Weg stellte, kam es zu einer Berührung, so dass der Sicherunsposten zu Fall kam und sich leicht verletzte. Der Autofahrer setzte allerdings seine Fahrt einfach fort.

Zeugen brachten die Polizei aber schnell auf die Spur des Flüchtigen. Dieser hatte nämlich seinen Pkw nur einige hundert Meter weiter angehalten. Warum der 39-Jährige so ein Verhalten an den Tag legte, konnte bislang nicht geklärt werden. Die Polizei stellte den Führerschein des Mannes zunächst einmal sicher.

Quelle: wa.de

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