Mordversuch: Krefelderin zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

+
Symbolbild

[UPDATE 11.30 Uhr] Krefeld - Für einen Mordversuch an ihrem Vermieter ist eine Frau in Krefeld zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Die arbeitslose 39-Jährige hatte zugegeben, am Tag ihres erzwungenen Räumungstermins im vergangenen November aus Rache und Wut ihre Wohnung angezündet zu haben.

Vor der Brandstiftung soll sie den Vermieter bereits mit Morddrohungen tyrannisiert haben, weswegen ihr der Mietvertrag gekündigt worden war.

Beim Prozessauftakt am Landgericht in Krefeld räumte die arbeitslose 39-Jährige am Montag ein, in dem Haus Feuer gelegt zu haben, bestritt aber - entgegen früheren Aussagen - eine Tötungsabsicht: "Er sollte auch sehen wie es ist, wenn man obdachlos ist."

Die Frau sollte am Tag des Brandes ihres Wohnung räumen. Der Anwalt des Vermieters hatte ihr den Termin als Frist gesetzt. Laut Anklage hat sie mehrere Bücherstapel sowie eine Matratze in Brand gesetzt und den Herd eingeschaltet, auf dem Zeitungen lagen.

Bewohner bemerkten den Brand rechtzeitig

Dann soll sie die Wohnung verlassen haben. Damit habe sie den Tod der übrigen Bewohner des Hauses "billigend in Kauf genommen", sagte die Staatsanwältin. Der Vermieter wohnte im gleichen Haus.

Bei der Festnahme der Angeklagten war bei ihr ein Brief mit einem Geständnis entdeckt worden. Verletzt worden war durch das Feuer im vergangenen November niemand, weil Bewohner den Brand rechtzeitig bemerkten. Der Prozess wird fortgesetzt. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare