Tödlicher Schaukelunfall - Prozess eingestellt

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Laut Gutachten liegt der Hauptfehler beim Hersteller und nicht beim Angeklagten.

RECKLINGHAUSEN - Eine 18-jährige Schülerin wurde im Mai 2013 in Datteln von einer morschen Spielplatzschaukel erschlagen. Daraufhin wurde ein städtischer  Gärtner wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Das Verfahren wurde am Donnerstag vom Amtsgericht Recklinghausen eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte den 61-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, weil er die Schaukel nicht ordnungsgemäß kontrolliert habe.

Laut einem Holzgutachter lag der Hauptfehler jedoch beim Hersteller der Schaukel. "Der Hersteller hätte wesentlich mehr Angaben zu Sicherheit und Wartung liefern müssen", sagte der Gutachter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft will nun prüfen, ob sie Ermittlungen gegen die Firma aufnimmt.

Die Schaukel war im Mai 2013 zusammengebrochen, weil der sechs Meter lange Holzpfosten unterhalb der Grasnarbe verrottet war. - dpa

Quelle: wa.de

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