17-Jähriger blendet Flugzeug mit Laser

OBERHAUSEN - Ein 17-Jähriger hat in der Nacht zu Donnerstag einen Laserpointer auf ein Passierflugzeug gerichtet und so die Piloten beim Landeanflug geblendet.

Wie die Polizei Oberhausen berichtete, erstattete die Polizei Anzeige gegen den Mann aus Oberhausen. Die Piloten des Flugzeugs waren beim Landeanflug auf Düsseldorf auf der Höhe von 7000 Fuß (etwa 2100 Meter) von dem grünen Licht geblendet worden, hatten aber Ruhe bewahrt und nach der Landung die Polizei alarmiert.

Mit einem GPS-System ermittelte die Pilotencrew den Bezirk, aus dem das Signal gekommen war. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckten Polizeibeamte daraufhin am Donnerstag einen Laserpointer in der Wohnung des 17-Jährigen, der mit dem Gerät schon vorher aufgefallen war. Die Staatsanwaltschaft Duisburg beantragte beim Amtsgericht den Erlass eines Haftbefehls. Erwachsenen drohen für so eine Laserattacke bis zu zehn Jahre Gefängnis. Bei Jugendlichen und Heranwachsenden wie dem Oberhausener sei das Strafmaß allerdings geringer, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg.

Der Besitz von Laserpointern ist legal. Beeinträchtigungen des Bahn-, Auto- oder Flugverkehrs sowie der Versuch eines solchen Eingriffs sind strafbar. Bis Ende August dieses Jahres wurden dem Luftfahrtbundesamt 117 Laserattacken auf deutschem Boden bekannt, 2010 waren es im ganzen Jahr insgesamt 196 Angriffe. - dpa

Quelle: wa.de

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