Einsatzkräfte können jungen Mann beruhigen

Bewohner flippt aus: Großes Rettungsaufgebot an der ZUE

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An der ZUE Wimbern waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Freitag im Großeinsatz. 

Großes Rettungsaufgebot an der Flüchtlingsunterkunft in Wimbern. Die Zentrale Unterbringungseinrichtung ZUE war am Freitag kurz nach 15 Uhr Ziel von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Dem Vernehmen nach hatte ein im dritten Stockwerk untergebrachter Bewohner gedroht, sich etwas anzutun.

Wimbern - Nach ersten Informationen soll es sich um einen noch jungen Mann handeln, der seit gut einer Woche als nicht infizierte Kontaktperson dennoch in Quarantäne untergebracht war, und möglicherweise angenommen hatte, sich ab Freitag endlich wieder frei bewegen zu können. Als er erfuhr, dass er noch weitere Tage in Isolation im dritten Stock bleiben muss, rastete der junge Mann offenbar aus. 

Die Feuerwehr rückte dem Vernehmen nach unter anderem mit dem Sprungpolster an, eine Weiterentwicklung des Sprungtuches. Zudem soll zeitweise der Einsatz des Höhenrettungstrupps vom Kreis Soest im Gespräch gewesen sein. Die geballten Vorsichtsmaßnahmen waren nach Informationen unserer Zeitung dann aber nicht nötig, weil Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt den jungen Mann schnell beruhigen konnten und schon kurz nach dem Anrücken der Einsatz beendet werden konnte.

Mehrere Löschzüge vor Ort

Die Feuerwehr teilte auf Anfrage mit, dass sie nach dem Alarm um 15.15 Uhr mit den Kräften vom Löschzug II Echthausen/Wimbern für technische Hilfeleistung mit drei Fahrzeugen und zudem mit der Drehleiter und einem weiteren Löschfahrzeug aus Wickede vor Ort war. 

Bis in Höhe des Kloster sei man mit Martinshorn gefahren, die letzte Annäherung an die ZUE erfolgte dann aber im stillen Einsatz, um einen möglichen psychischen Ausnahmezustand der betroffenen Person vor Ort nicht noch weiter zu belasten. Die gewählten Mittel nebst einer entsprechenden Ansprache des jungen Mannes bewährten sich offenber binnen kurzer Zeit und der Bewohner beruhigte sich wieder.

Die Feuerwehr erläuterte, der Einsatz sei nach rund 30 Minuten bereits beendet gewesen.

Hinweis der Redaktion 

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind wie z.B. in diesem Fall durch das große Rettungsaufgebot. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

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