In Wimbern

Knochenbruch und Platzwunde

Tief und steinig: Der Graben am Wimberner Schulweg - Foto Hein

Wimbern - Glück im Unglück für einen jungen Mann am Wochenende: Beim nächtlichen Sturz in den Graben am Wimberner Schulweg erlitt er „nur“ einen Bruch des Handgelenks und eine sechs Zentimeter lange Platzwunde am Kopf.

Der Familie ist nicht an irgendwelchen Ersatzansprüchen oder juristischen Schritten gelegen. Wohl aber möchte man mit Verweis auf den Vorfall die grundsätzliche Situation zu bedenken geben, dass da entlang der Straße ein Graben angelegt ist, der flachere, aber an anderen Stellen auch extrem tiefe Bereiche aufweist. 

Verschärfend hinzu kommen Aufbau und Befestigung des Grabens mit großen Bruchsteinen, deren Kanten bisweilen scharf herausstehen.

Eine solche Kante ist wohl auch dem 19-Jährigen in den Weg gekommen, als er in der Dunkelheit in die Tiefe stürzte. Die Familie gibt zudem zu bedenken, dass in unmittelbarer Nähe auch der Bolzplatz und damit ein potenziell von Kindern genutztes Gelände liegt und fragt vor diesem Gesamthintergrund, ob da nicht aus Sicherheitsgründen etwas geändert werden sollte. 

Genau dieses Thema war aber wohl bereits bei Planung des Straßenausbaus im Rathaus geführt worden. Damals noch unter Regie von Amtsleiter Wilfried Schüttler sei unter anderem mit der Unteren Wasserbehörde die Frage erörtert worden, ob der Graben nicht zu große Gefahren berge und von daher besser verrohrt werden sollte. 

Seitens der Wasserbehörde habe man dazu allerdings erhebliche Bedenken geäußert. Und zwar vor allem deshalb, weil der mit seinen Profilen als Hochwasserschutz angelegte Graben als offenes Gewässer gelte. 

Gewässer dieser Klassifizierung werden eher zunehmend angelegt, als sie zu verrohren und unter die Erde zu verbannen. Die Untere Wasserbehörde jedenfalls habe seinerzeit „größte Bedenken“ bezüglich einer Genehmigungsfähigkeit und technischen Umsetzung geäußert.

Also wurde der offene Graben angelegt, wie er heute zu sehen ist, wie er von den Kindern bisweilen zum Spielen genutzt wird, im Regenfall aber auch tatsächlich kräftig Wasser führt und eben auch bei schlechter Sicht oder für Ortsunkundige eine potenzielle Gefahr darstellt.

Zu dieser Diskussion zählt nicht zuletzt die Frage, inwiefern die Gemeinde regresspflichtig gemacht werden kann, wenn z.B. etwa ein Auto in den Graben gerät. Daher war nicht zuletzt über die Möglichkeit gesprochen worden, den Graben so weit wie möglich mit einer Leitplanke einzufassen.

Das ist erst einmal nicht schön für die Optik, könnte aber helfen, dass ein Pkw nicht in den Graben gerät - und vielleicht auch einem Fußgänger die nötige Führung geben, dass er nicht hinabstürzt...

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