Frauen für Frauen in Wimbern

Basteln und Nähen als Brückenschlag zwischen den Kulturen  

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Sie sorgen dafür, dass die Kontakte zu den Bewohnerinnen nicht abreißen: Die Aktiven der Gruppe „Frauen für Frauen“ bei ihrem jüngsten Treffen in dieser Woche. An der Runde nahm auch Ehrenamts-Koordinatorin Christine Schwarz vom Malteser-Dienst teil, die ebenfalls Lob und Dank an die Frauen aussprach.

Wickede – Kleine Gesten und ein wenig investierte Zeit sind die Zutaten für ein Erfolgsrezept im bunten Miteinander. Jeden Mittwoch starten Bürgerinnen zur ZUE in Wimbern und werden dort von den Bewohnerinnen bereits erwartet. Aktuell sind 150 Menschen in den ZUE untergebracht.

Das Projekt „Frauen für Frauen“ der Caritas Konferenzen Wickede und Echthausen sowie der Diakonie startete vor fünf Jahren als Idee, den Frauen in der Einrichtung Wertschätzung entgegenzubringen, sie willkommen zu heißen und Brücken zur deutschen Sprache und Kultur zu bauen. 

Gemeinsam basteln, miteinander etwas kreieren hilft dabei als Zugang im Miteinander. Vier Gruppen mit engagierten Frauen haben sich gebildet, so dass jedes Team nur einmal im Monat an der Reihe ist.

Tassen, Jute-Beutel oder Leinwände bemalen, saisonale Deko-Arbeiten aus Papier oder Naturmaterialien, Perlen-Armbänder, die Liste von umgesetzten Bastelarbeiten oder Handarbeiten ist mittlerweile lang. Zur persönlichen Entspannung wird auch Reiki angeboten. 

Die kürzlich neugegründete Nähgruppe ist ein weiterer Volltreffer. Maria Sporenberg, Roswitha Hirschberg und Rita Jansche geben Anfängerinnen sowie Geübten sogar alle zwei Wochen Tipps und Hilfestellungen. Der Andrang in der Nähstube ist groß. „Auch hier spielen die unterschiedlichen Kulturen keine Rolle, es herrscht eine gute Kommunikation untereinander“, loben die Damen das Klima.

Mit Schneiderin Angelika Steiner, Malteser-Mitarbeiterin, hat die Nähstube zusätzlich an Zugkraft gewonnen, sie öffnet diese täglich entsprechend ihrer Möglichkeiten. Die Asylsuchenden fertigen wunderschöne Kleidungsstücke für sich und ihre Kinder, die auch mit Stolz getragen werden. 

„Das ist eine gute Chance das Selbstwertgefühl zu steigern, sich später evtl. mit Näharbeiten ein Zubrot verdienen zu können oder die eigene Haushaltskasse zu schonen“, resümieren auch Martina Michalzik und Herta Yazigi das erfolgreiche Nähprojekt. 

Sie bitten daher auch weiterhin um Spenden: Stoffe, Nähgarn, Gummiband und weiteres Zubehör, aber auch Wolle für die Handarbeitsgruppe. Für alle bisher geleisteten Spenden sagen die Organisatorinnen Lydia Münstermann, Martina Michalzik und Herta Yazigi herzlich „Danke“ - dies gilt auch besonders für die ehrenamtlichen Frauen, die mit ihrer Kontinuität und Beständigkeit das Projekt so erfolgreich beleben.

Dafür gab es jetzt eine gemütliche Kaffeerunde mit Kuchen im Martin-Luther-Haus - eine gute Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch und zur Reflektion.


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