Wickeder Bruderschaft bereitet 201. Schützenfest vor

Das Fest nach dem Jubiläum: Ein Schritt zurück in die Normalität

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Der Sternenmarsch war der Höhepunkt des 200. Schützenfests im vergangenen Jahr.

Wickede – „Wenn ich irgendwo ein Trömmelchen höre, dann geht mir als Schützenbruder direkt das Herz auf“, sagt Thomas Gehrke, 1. Brudermeister und Geschäftsführer der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede-Wiehagen. Die Aussage macht deutlich, wie sehr sich Gehrke bereits auf „sein“ Schützenfest in ziemlich genau zwei Monaten freut.

Die Feierlichkeiten vom 13. bis 15. Juli sind dabei ein Schritt zurück in die Normalität: Im vergangenen Jahr organisierten die Schützen zum 200. Jubiläum ein beeindruckendes Fest, das lange im Gedächtnis bleiben wird. Die 201. Ausgabe wird wieder im gewohnten Rahmen stattfinden. Gehrke und sein Vorstandsteam sind bereits mit den Vorbereitungen beschäftigt, ein Sicherheitsdienst sowie ein Getränkelieferant sind bereits gebucht. 

„Auf Hochtouren laufen wir allerdings erst in zwei bis drei Wochen. Für das Jubiläumsfest fingen die ersten Überlegungen schon mehrere Jahre vorher an“, sagt Gehrke, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Er ist als Brudermeister für die Koordination zuständig und arbeitet mit seinen Kollegen eine vierseitige Checkliste ab. „Wenn hinter dem letzten Punkt der Haken gesetzt wird, dann wissen wir, dass wir in Ruhe feiern können und nichts vergessen haben“, sagt das Schützenoberhaupt. 

Im Fokus steht derzeit das Kinder- und Jungschützenfest am 22. Juni ab 15 Uhr. Im Erbkewald schießen die Sechs- bis Zwölfjährigen mit einer Armbrust auf den Kindervogel und die „Jugendlichen“ (bis 30 Jahre) mit einem Luftgewehr auf einen großen Vogel. Am Abend folgt eine Zeltparty mit DJ. „Das Ereignis wird zu meiner Freude immer mehr wahrgenommen und besucht“, sagt Gehrke. Eben diese Gemeinschaft steht für ihn an erster Stelle und macht das Schützenwesen allgemein aus. „Das Miteinander der Generationen ist bemerkenswert. Ein Kind wird genauso wertgeschätzt wie ein Schützenbruder im Seniorenalter. Auf dem Platz ist man wie eine große Familie“, sagt der Geschäftsführer. 

Auf Wickede bezogen hebt Gehrke den gemeinnützigen Gedanken hervor. „Durch verschiedenste Aktionen nutzen wir unser großes Netzwerk, um Menschen zu helfen, die nicht ganz so viel Glück im Leben haben. Dazu braucht es manchmal gar nicht viel“, sagt Thomas Gehrke. Das Leben und Weiterführen der Tradition mache ihn stolz. „Wir halten die Geschichte des Vereins in Ehren, passen teils einige Dinge an, aber vergessen nicht die Wurzeln“, sagt er. Glücklich ist Gehrke auch über den Zuspruch, den seine Bruderschaft in der Gemeinde erfährt.

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