Interview

Wickeder beim Kirchentag in Dortmund: „Kirche ist nicht verstaubt“

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Wickeder Pastor Erich Pallmann ist seit 1991 Kirchentagsbeauftragter der westfälischen Landeskirche.

Wickede – Am Mittwoch startet der Evangelische Kirchentag in Dortmund. Auch rund 100 Mitglieder der Wickeder Gemeinde werden bei dem mehrtägigen Fest in und um die Dortmunder Innenstadt dabei sein. Ganz nah am Geschehen ist der Wickeder Pfarrer Erich Pallmann.

Er ist seit 1991 Kirchentagsbeauftragter der westfälischen Landeskirche. Im Gespräch mit Anzeiger-Redakteurin Svenja Jesse berichtet er von seinen Erfahrungen.

Welche Aufgaben haben Sie beim Kirchentag 2019? 

Erich Pallmann: Ich bin für den Markt der Möglichkeiten zuständig. Das ist ein großer Markt mit rund 750 Ständen zu verschiedenen Themen in den Hallen vier bis acht in den Westfalenhallen. Bis jetzt habe ich mich um die Organisation, die Verteilung der Stände gekümmert. Vor Ort bin ich dann Ansprechpartner, Wegweiser und Helfer für alle Aussteller.

Was war eine besondere Herausforderung für Sie? 

Erich Pallmann: Ich glaube, die Logistik war für uns alle ein großes Thema. Dortmund ist im Vergleich zu Berlin oder München recht klein. Da Platz für 100 000 Besucher zu schaffen, und alle Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten, ist eine Herausforderung.

Geballte Prominenz zum Evangelischen Kirchentag erwartet

Worauf freuen Sie sich besonders? 

Erich Pallmann: Ich freue mich auf jeden Tag der Woche. Der Kirchentag ist für mich immer ein Highlight. Er zeigt, dass Kirche nicht verstaubt ist, sondern bunte Vielfalt bietet. An diesen Tagen sieht man immer, wie viele junge Menschen sich auch für das Thema Religion interessieren. Mein persönliches Highlight wird der Abschlussgottesdienst im Stadion. Es ist toll, dass es endlich geklappt hat.

Welche Tipps haben Sie für die Besucher. Braucht man für alles eine Eintrittskarte? Wie kommt man am besten dorthin? 

Erich Pallmann: Die Open-Air-Veranstaltungen in der Innenstadt sind frei zugänglich. Wer also nur einmal vorbeischauen will, kann das dort tun. Abgesperrte und geschlossene Bereiche, wie der Markt der Möglichkeiten in der Westfalenhalle oder die Veranstaltungen im Konzerthaus, können nur mit einer Eintrittskarte besucht werden. Die Organisation kostet eben Geld und das bekommen wir hauptsächlich über die Eintrittskarten.

Anreisen würde ich am besten mit dem Zug. Mein Tipp wäre da, nicht bis zum Hauptbahnhof durchzufahren. Der wird überfüllt sein. Am besten, man steigt in Hörde aus. Was für die Wickeder Besucher schwierig werden könnte: Die Deutsche Bahn repariert genau in der Zeit des Kirchentages in den Abendstunden die Oberleitungen in Hörde. Es soll aber einen Schienenersatzverkehr geben. Wickeder kommen spätestens 2.34 Uhr in Wickede an.

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