Der Karneval ist mit dem "Möppelken" baden gegangen

Wickeder Narren verabschieden sich mit Fisch und Blaulicht

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Wickede - Jetzt ist Schluss mit lustig - und zwar ganz offiziell seit 0 Uhr an Aschermittwoch. Traditionell haben sich Wickedes hartgesottenste Narren von der fünften Jahreszeit verabschiedet, in dem sie das „Möppelken“, einen Fisch, in seinem Sarg in der Ruhr zu Wasser ließen.

Wickede – Ungewöhnlicher Besuch bei der "Möppelken-Beerdigung" um Mitternacht auf der Wickeder Ruhrbrücke: Ein Streifenwagen der Polizei hielt neben den Karnevalisten an und fragte freundlich nach dem Grund der nächtlichen Versammlung. 

Der WiKaVau-Vorstand klärte die Beamten schnell auf: „Wir lassen das Möppelken in die Ruhr und beenden somit die Karnevalssession“. Die skuril wirkende Karnevalistenschar in ihrer schwarzen Trauerkleidung, mit Grabkerze, Trauerkranz und „RIP“-Stein hatte natürlich auch in den letzten Faschingsminuten den Schalk im Nacken und baten die Beamten um kurzes Aufleuchten des Blaulichts. Das wurde mit großem Dank bejubelt. Auch andere Autofahrer begrüßten die Jecken im Fackellicht mit kurzen Hup- und Lichtkonzerten.

Möppelken-"Beisetzung" in Wickede

Mit traurigem Gesicht und Zurufen „Tschüss min Frün“ wurde das "Möppelken" - eine Forelle im beleuchteten Holzboot - schließlich vom Prinzenpaar Matze und Franzi, WiKaVau-Vorstand und Mitglieder um den Vorsitzenden Thomas Schmelzer vom Geländer hinab in die kalten Fluten der Ruhr gelassen.

Nächster Karneval in Gefahr?

 „Am 11.11. sehen wir uns im Dicken Baum wieder“, hieß es weiter mit einem einerseits traurigen Auge auf die schöne Karnevalssession und lachendem Herzen auf die Ruhepause und das Hoppeditz-Erwachen am 11. November. Denn wenn das Trömmelken geht, steh´n alle wieder parat...

Das Möppelken ist am Mittwoch gestrandet.

Anzeiger-Mitarbeiter Andreas Hein entdeckte das gestrandete Möppelken-Boot am Mittwoch im Dickicht am Flussrand. 

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