Gerichtsprozess

Mehr als 2.000 Kinderpornos: Wickeder (64) verurteilt - das ist die Strafe

Statue der Justitia mit Waagschalen
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Vor dem Werler Amtsgericht musste sich der 64-Jährige verantworten.

Mehr als 2000 Dateien, die zum Teil schweren sexualen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen zeigen, sind bei einem 64-jährigen Wickeder von Polizeibeamten entdeckt worden.

Wickede - Für den Besitz der kinder- und jugendpornografischen Fotos und Videos ist der Mann zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 2000 Euro im Werler Amtsgericht verurteilt worden.

Wie die Staatsanwältin schilderte, sollen sich auf dem Computer des Wickeders 915 kinder- und 72 jugendpornografische Bilder sowie 39 kinderpornografische Videos befunden haben. Die Bilder sollen überwiegend den schweren sexuellen Missbrauch an Mädchen im Alter von vier bis 13 Jahren zeigen.

Kinderpornos: Bekannter entdeckt Dateien

Zudem wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Angeklagten weitere Datenträger mit strafbaren Fotos und Videos gefunden. Auf einem USB-Stick konnten die Polizeibeamten 1254 kinderpornografische Bilder sicherstellen. Weitere 14 strafbare Bilder befanden sich auf einem Laptop.

Aufgefallen war der Wickeder, als er seinen Computer einen Bekannten gab, der ihn reparieren sollte. Ihm waren die Fotos und Videos auf der Festplatte aufgefallen. „Ich war schockiert und wusste erst nicht, wie ich damit umgehen sollte“, berichtete er als Zeuge. Erst nach Gesprächen mit seiner Frau und seinem Chef ging er zu Polizei und übergab auf der Dienstelle den Computer an die Beamten.

Der Angeklagte zeigte vor Gericht keine Reue über den Besitz der Dateien. Er machte dem Zeugen noch Vorwürfe, dass der in seinen privaten Ordnern auf der Festplatte geschnüffelt hatte. „Ich bin stinksauer, der hat meine privaten Bereiche durchsucht“, so der 64-Jährige.

Wickeder verurteilt: 2000 Euro für gemeinnützige Einrichtung

An die kinder- und jugendpornografischen Fotos und Videos sei er aus Neugierde gekommen. Er erklärte, dass er keine pädophile Neigung habe. Er behauptete, dass er die Bilder kostenlos runtergeladen hatte. „Das ist schon so lange her, und als ich den PC abgegeben hatte, habe ich überhaupt nicht mehr an die Dateien gedacht“, berichtete der Angeklagte.

Die Richterin ging in ihrem Urteil nahezu auf alle Anträge der Staatsanwaltschaft ein. Neben den Strafen wird dem 64-Jährigen ein Bewährungshelfer zu Seite gestellt. Die 2000 Euro muss er an eine gemeinnützige Einrichtung überweisen.

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