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Ziel: Grüner, hochwertiger Lebensraum für alle

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Von: Martin Hüttenbrink

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Wildblumen als einen Beitrag zum Insektenschutz hatte die Gemeinde erst 2019 wieder gepflanzt. © Hüttenbrink

Wickede – „Unsere Vision sind grüne Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen“ – das sagt Jörg Sibbel, Bürgermeister der Stadt Eckernförde, und Vorstandsvorsitzender des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“. Dem gehört jetzt auch Wickede (Ruhr) an.

Ziel ist es, die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen zu stärken und den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt zu rücken.

Seit Ende vergangener Woche ist die Gemeinde Wickede (Ruhr) nun Mitglied in diesem Bündnis. Am 28. Dezember hatte Bürgermeister Martin Michalzik den Beitritt unterschrieben. Zuvor war im Oktober seitens des Gemeinderates einem entsprechenden Vorschlag des Rathauses zugestimmt worden. 

„Die Herausforderungen und Probleme des Naturschutzes finden auf kommunaler Ebene statt“, so Michalzik. „Dem wollen wir uns ja verstärkt stellen, und dazu sind Erfahrungen und Hilfestellung nützlich“. 

Das Bündnis diene den Kommunen zum Informationsaustausch und unterstütze sie bei der Öffentlichkeitsarbeit. „Auch Fortbildungsangebote für Verwaltungsangestellte sowie gemeinsame Aktionen und Projekte stehen auf dem Programm“, so das Rathaus zum Hintergrund.

Seit dem Februar 2012 gibt es den Zusammenschluss, dem sich bisher 205 Gemeinden, Städte und Landkreise aus ganz Deutschland zusammengeschlossen haben. 

Aus dem Kreis Soest gehört noch die Gemeinde Bad Sassendorf dazu. Die Mitgliedschaft unterstützt nicht zuletzt die Ambitionen auch des Gemeinderates, der Ende 2019 der Bildung eines Umweltbeirates zugestimmt hatte. 

Mit diesem Gremium möchte die Gemeinde bei künftigen Entwicklungen mehr als bisher den Klima- und Umweltgedanken berücksichtigen.

Vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und dem Erfahrungsaustausch mit den angeschlossenen Kommunen erwartet man sich vor Ort viele Anregungen und Impulse, zu welchen Erkenntnissen hinsichtlich eines klimagerechten Handelns man anderswo gekommen ist. 

Die Vernetzung soll die Anstrengungen in der Ruhrgemeinde für eine stärkere Berücksichtigung klimawirksamer Faktoren unterstützen und fördern. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 150 Euro im Jahr.

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