An der Ruhr

Wehrbeleuchtung auf Not- und Wartungsfälle begrenzt 

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Keine permanente Beleuchtung, sondern ein Wartungsfall: Das abendliche Licht jüngst am Mannesmann-Wehr

Wickede - Sensibelste Maßstäbe sind anzulegen, sollte es zu einer Beleuchtung des Trommelwehrs kommen.  1,2 Kilometer weiter südlich steht das nächste Wehr. Und dort fiel jetzt die großzügige Beleuchtung auf. „Wie das?“, fragten aufmerksame Zeitgenossen.

„Nur ausnahmsweise“, lautet die Antwort von Betreiberseite. Tatsächlich nämlich ist auch das Mannesmann-Wehr nachts nicht beleuchtet. Nur im Wartungs- oder Notfall werden die Laternen eingeschaltet. Und das war jüngst der Fall.

Übrigens spielt bei der Bewertung einer Beleuchtung des Trommelwehrs der aktuelle Schutzstatus eine Rolle. Während die Ruhrauen insgesamt unter Naturschutz stehen, gelten streckenweise zusätzlich noch die 2004 hinzu gekommenen FFH-Bestimmungen der EU; so auch oberhalb des Trommelwehres und unterhalb der Mannesmann-Wehranlage. 

Die Strecke zwischen den beiden Wehranlagen, die jeweils exakt 680 Meter von der Ruhrbrücke entfernt sind, ist dagegen kein FFH-Gebiet.

Diese Tatsache war für den Kreis Soest auch überhaupt erst Voraussetzung dafür, eine Befreiung für die Beleuchtung des Trommelwehrs in Aussicht zu stellen. 

Wäre diese Ruhrstrecke ebenfalls FFH-Gebiet, hätte das angestrebte Licht am Wehr keine Chance gehabt, gibt Marianne Rennebaum vom Umweltamt des Kreises zu erkennen. 

Die Befreiung gilt allerdings auch erst dann, wenn das Zusatzgutachten im kommenden Jahr eine Machbarkeit bestätigt.

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