"Wer hat's erfunden?"

BG moniert Bürgermeister-Zitat

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Für Fußgänger und Radler die Verbindung zwischen Wickede und dem Ortsteil Echthausen: die Von-Lilien-Straße entlang der Bahn

Wickede – Der Vater des Gedankens war die heimische Jugend. Die BG hatte daraus einen Antrag gemacht. Will der Bürgermeister das nun als seine Idee verkaufen? Diese Frage wirft die BG anlässlich einer aktuellen Information aus dem Rathaus auf. 

Die Jugend hatte gefragt, ob man die Von-Lilien-Straße zwischen Eisenbahnbrücke und Bahnübergang am Schloss Echthausen beleuchten könne. Der 500 Meter lange Weg werde häufig von Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen zu Fuß pedes oder mit dem Fahrrad genutzt. Das sei gerade in der Dunkelheit nicht ungefährlich.

Die Bürgergemeinschaft hatte diese Bitte aufgenommen und im Oktober 2019 als Antrag in die Arbeit des Gemeinderates eingebracht – allerdings mit Auflagen: Das LED-Licht solle CO2-neutral mit Solarzellen erzeugt werden und mit einer intelligenten Steuerung bestückt sein, die nur das jeweilige Wegstück des Passanten beleuchtet.

Solche innovativen, umweltbewussten Beleuchtungskonzepte könnten auch an anderer Stelle in der Gemeinde für mehr Sicherheit sorgen, hatte die BG im Oktober hinzugesetzt. 

Tatsächlich klingt da ein Zitat des Bürgermeisters vor wenigen Tagen vertraut. Bei der Präsentation eines Vertrages mit Energie-Versorger Innogy, der nun die nächsten vier Jahre die Laternen der Gemeinde betreut, sprach Michalzik von „Innovationen im Beleuchtungsbereich“ und meinte wörtlich: „Konkret fände ich hier ein Projekt für bedarfsgesteuertes Licht am Fuß- und Radweg von der Eisenbahnbrücke nach Echthausen interessant“.

„Dazu sollte man wissen, dass die Bürgergemeinschaft Wickede genau dieses Projekt in ihrem Antrag vom Oktober 2019 vorgeschlagen hat“, heißt es in der Reaktion der BG, die diesen Hinweis des Bürgermeister offenbar vermisste, vielmehr Michalziks Zitat den Eindruck zuweist, als handele es sich um seine eigene Idee, ein innovatives Beleuchtungskonzept an der Von-Lilien-Straße umzusetzen. 

Die Reaktion der BG wundert umso weniger, als spätere Fragen nach Fortschritten zu ihrem Antrag vom Oktober von der Verwaltung lediglich mit Kopfschütteln quittiert wurden: „Da gibt’s nichts Neues".

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